Fruchthölzer

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Seleni
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Fruchthölzer

Beitrag von Seleni » 4. Mär 2019, 08:30

Welche Hölzer eignen sich, Hat wer Erfahrungen?

Ich frage, da ich einen Marillenstamm habe und mich frage ob ich ihn verheizen soll oder hobeln und aufheben..

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derwo
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Re: Fruchthölzer

Beitrag von derwo » 4. Mär 2019, 11:19

Die typischen mitteleuropäischen Obstbäume wie Apfel, Birne, Zwetschge und Kirsche eignen sich alle. Also auch Marille. Sicher interessant, soetwas mal zu verwenden. Die Holzlagerung neu erfinden oder so wird man damit aber natürlich nicht.

Wie auch bei Eiche, sollte man nur Kernholz nehmen, und es sollte gut gelagert sein. ZB 1 Jahr bei Wind und Wetter draußen liegen lassen. Die Gerbstoffe müssen erst rausgewaschen werden. Ich bin mir sicher, wir mit unseren Kleinmengen können das beschleunigen, also zB das in Sticks geschnittene Holz ein paar Tage oder Wochen immer wieder mit frischem heißen Wasser wässern, also beschleunigt auswaschen. Praktische Erfahrung hab ich allerdings nicht, da ich mich deswegen vorläufig entschlossen hatte, nur Holz aus Fassdauben zu verwenden. Dieses ist vorher höchstwahrscheinlich lange genug gelagert worden. Allerdings hab ich somit nur die Wahl zwischen europäischer Eiche und amerikanischer Weisseiche...

Es gibt natürlich schon auch giftige Hölzer. Das sollte man hier erwähnen. Ich habe auch schonmal gelesen, daß jemand Ebenholz verwenden wollte. Er hat es dann gottseidank gelassen.

Und wenn ein Holz beim Zersägen schlecht riecht, wird es auch nicht gut schmecken höchstwahrscheinlich. Ich habe kein Beispiel, aber es gibt wahrscheinlich auch ungiftige Hölzer, welche trotzdem nicht gut schmecken. Die, wo ich weiß, daß sie beim Zersägen schlecht riechen, sind meines Wissens aber alle auch giftig.

Eine Abschätzung, ob ein Holz giftig ist, bekommt man manchmal im Internet auf Seiten über Kleintiere. Also zB, welche Zweige man Zwergkaninchen zum Nagen geben darf.

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PuhBär
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Re: Fruchthölzer

Beitrag von PuhBär » 4. Mär 2019, 12:11

das ist ja interessant, hätte nicht gedacht das es direkt Giftiges Holz gibt,
aber Googel zeigt schon einiges.
Ich weiß, PuhBär klingt Gefährlich, mir fiel aber nichts anderes ein

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geschmacksverderber
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Re: Fruchthölzer

Beitrag von geschmacksverderber » 4. Mär 2019, 18:07

Weideholz sollte man auf keinen Fall nehmen. Weiden stehen an bachläufen und in Feuchtgebieten. Dort sammelt sich halt schon mal stinkige brackige Brühe die die weiden mit ihren Wurzeln aufsaugen. Das geben die natürlich auch über das Holz wieder ab, riecht man mitunter auch wenn man Weidenholz verbrennt.
Nadelhölzer sind ganz außen vor, das Harz verdirbt alles. Bei Walnuss ist ebenso Vorsicht geboten durch den sehr hohen gerbsäuregehalt, das wird auch das ablagern wenig bringen, vielleicht ein Bad im fliesenden sauberen bachwasser.
mit Bacon schmeckt alles besser, nur der Whisky nicht

hefezelle
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Re: Fruchthölzer

Beitrag von hefezelle » 25. Apr 2019, 18:58

Für alle Englisch-Leser hier, es gibt einen recht interessanten und ausführlichen thread drüben bei homedistiller.org, wo es um verschiedene Fruchthölzer und deren Vorbereitung geht.

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