Plattenkolonne oder Packungskolonne

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derwo
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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von derwo » 17. Okt 2019, 22:20

Ich kann die links immer noch nicht sehen. Unten werden mir aber Vorschläge für Nadelventile angezeigt. Aber auch bei denen klappt es teilweise nicht. Vielleicht, weil nicht in meinem Land verfügbar? Keine Ahnung. Ich bin jedenfalls über das hier gestolpert:
https://www.aliexpress.com/item/32860837962.html
Das sollte passen und ist unschlagbar günstig. Ich kenne zwar diese Ventile mit dem schwarzen Plastikdrehrad nicht, habe sie aber auf sehr vielen Fotos gesehen. Es ist eine Schneid- oder Klemmringverschraubung, die zwar lösbar ist, aber eigentlich nicht dafür gedacht ist, daß sie allzuoft auf und zu gemacht wird. Allerdings muss es nicht besonders dicht zugedreht werden, da es ja nur ein bisschen drucklos durchrinnt. Ich würde ein bisschen Teflonband als Puffer drumwickeln, damit der Schneidring nicht zu stark in das Kupfer einschneidet. Der Schneidring und die Überwurfschraube verbleibt dann trotzdem am Rohr. Diese Verschraubungen sind drehbar, das ist dir ja wichtig.

Bei beiden, sergiolis und DrknMonkey, ist der Pool klein, bei segiolis halt noch etwas kleiner als bei DrknMonkey, da bei beiden die untere slanted plate keinen Pool bildet. Bei yummyrum hängt es etwas von den Durchmessern ab, wie breit der Flüssigkeitsring und damit der Pool ist. Es wird irgendwo in der Mitte zwischen einer Lösung mit T-Stück und einer normalen Boka sein.

Meine Antwort auf deine "wichtigste Frage" weißt du schon. Nutze die LM nur für Reflux, also bleib bei 6mm. Und beim Kühler dann auch. Theoretisch wäre ein möglichst dünner Außenmantel am effizientesten, also zB 10mm, dann hast du 1mm Ringspalt. Allerdings musst du ja noch die Wasserzuleitungen dranpopeln. Das wird dann alles wahrscheinlich sehr fummelig. Also nimm Außenrohr 12 oder 15mm.

Mit der kleinen "Nase" an der unteren slanted plate kann man erreichen, daß der Reflux schön zentriert abwärts geht. Aber wie gesagt, das ist eine Lösung für eine Version mit großem Pool. Das Ziel sollte sein, die slanted plate nicht als Pool zu nutzen.

Dein "Plan sofern wir den nicht doof finden":
Kann da nicht direkt von der oberen Platte was den Return nehmen ohne "Chance" zum Nadelventil zu gelangen? Ich finde es etwas unkontrolliert.

aragones, der Return soll den Reflux vom Thermometer fernhalten. Das ist aber bei einer Boka mit den slanted plates eigentlich ganz gut gelöst. Und aber er soll den Pool verkleinern. Das ist bei einer Boka eben nicht so gut gelöst.

Zu azeotrop:
Ausprobiert hat er die Veränderung allerdings noch nicht. Ich bin selber gespannt, ob er sich nicht zu viel erwartet.

Mit Fluten der Kolonne hat der Return eigentlich nichts zu tun. Wenn man bei einer Boka die Heizleistung über die Grenze erhöht, flutet die Packung. Da oben, wo ja alles frei ist, bis auf die beiden plates, flutet nichts. Bei yummyrums Design aber ohne Return kann das allerdings passieren. Also daß die Anlage da zuerst flutet. Allerdings auch nur wenn das innere Rohr sehr dünn ist.

Bei einem kleinen Pool geht es nicht nur darum, daß möglichst wenig verschmiert, weil dann die Abtrennung sauberer wird. Sondern auch, daß die Anlage schneller reagiert auf Veränderungen am Ventil. Also daß die % möglichst schnell nach oben gehen, wenn man etwas zudreht. Ob da 5 oder 10ml was ausmachen, weiß ich aber auch nicht.

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azeotrop
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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von azeotrop » 18. Okt 2019, 00:26

Ich hatte bei meinem external Reflux nur im Sinn die Temperaturanzeige zu verbessern. Das Problem hab ich nicht nur irgendwo gelesen sondern selbst erlebt.
Bei meiner Boka sehe ich eine Temperaturänderung der Anzeige um 0,2 Grad wenn ich bei wenig oder Null Produktabnahme die Heizleistung ändere.
In der Nähe des Azeotrops sind 0.1 Grad Welten.
Je mehr Power ich gebe, desto niedriger ist die Temperatur. Aber lange vor einer Flutung.
Dann habe ich gemerkt dass eine Reduzierung der Kühlwassermenge des Refluxkühlers das Problem beeinflusst.

Nun meine unbewiesene Behauptung:
Laut "the compleat distiller Chapter 8 Supercooling and column stabiity" ist aber die Temperatur des zurück fliessenden Reflux und damit die Kühlwassermenge unkritisch und selbststabilisierend. Die Alkoholstärke und damit die Dampftemperatur wird nicht beeinflusst.
Bitte selber nachlesen.
Damit gibt es aus meiner Sicht keinen vernünftigen Grund mehr warum sich die Dampftemperatur so stark ändern sollte, ausser einem Geburtsfehler des Boka Designs.
Wenn kühleres Kondensat auf die slanted plates trifft ändert es die Blechtemperatur. Da das Thermometer zwar vor Reflux geschützt unter der untersten plate sitzt, ist es dennoch von der Änderung der Blechtemperatur beeinflusst.

Wenn das kühlere Kondensat dann letztendlich auf die Packung trifft wird der Temperaturunterschied durch den ungleich energiestärkeren Dampf und die heissere Packung vollständig ausgeglichen.
Das Ganze ist nicht wirklich kritisch, aber ich erhoffe mir eine verbesserte Anzeige der wirklichen Dampftemperatur.
Die Beiträge auf HD die Ben verlinkt hat, haben mich in der Hinsicht bestärkt.

Ich werde in meinem anderen Thema viewtopic.php?f=30&t=345&start=25#p4327
weiter berichten wenn ich das Ganze mit eigenen Händen und Augen ausprobiert habe.

Zum Thema Poolverkleinerung kann ich nicht viel sagen da ich kein eigenes Problem habe sondern nur was zu dem Thema gelesen habe.
Aber ich wüßte nicht was es schaden sollte.
Es grüßt Azeotrop
"Doubt not, therefore, sir, but that distilling is an art, and an art worth your learning."
(Nixon & McCaw)

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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von DrknMonkey » 18. Okt 2019, 01:23

@derwo
Bzgl. Ventil...
Schade das nicht dabei steht aus was die Dichtungen im inneren sind.

Ich würde keine LM mehr ohne externen Return bauen.
Damals bin ich einfach den Empfehlungen vom Wo gefolgt... ob man nun Unterschiede merken würde im vergleich zur Originalen Boka Variante mit großem Pool :dontknow:, aber für mich macht es mit einem externen Return einen besseren professionellen Eindruck. Denn wer möchte schon aus einer alten Suppe löffeln :uärgs: :mrgreen: . Der Wo meinte halt damals schon das es so weniger verschmiert und die Anlage besser reagiert. Zudem läuft man halt nicht Gefahr das durch runter laufendes, und auf die untere Platte bletscherndes Destillat evt. die Temperatur beeinflust wird (was wohl bei Azeotrop auch der Fall war), es macht also durchaus so oder so Sinn. Auch ist es nicht viel mehr Aufwand einen externen Return zu bauen...
Und Probleme die auftauchen können kennnen wir ja nun. Mit dem externen Röhrchen an der Seite zur unteren Platte bin ich irgentwie kein Fan von, zudem hat der Wo Recht, vieleicht kommt dann garnichts mehr zum Ventil sondern verschwindet gleich im Return.
Als ich gestern den Thread von sergiolis durchgeschaut hatte muste ich schmunzeln.... so hatte ich das zwischenzeitlich auch mal im Kopf bis ich merkte das es so garnicht funktionieren kann :D :

https://homedistiller.org/forum/viewtop ... 2#p7450054

Ich habe nochmal meinen alten Bau Thread geschmöckert... ich hatte damals mal gemessen was den Pool betrifft.
Die untere Platte einer Original Boka fasst rund 10ml, dazu kommen noch das Röhrchen am Ausgang und das halbe innere des Ventils.
Also mit 13-15ml ist man da schon dabei. Bei meiner Anlage besteht alles am Ausgang aus 8mm Rohr (8mm Außendurchmesser - 6mm innen) und der Pool ist insg. 3ml. Der Liebig Kühler selbst (Außenrohr 15mm) ist 45cm lang und langweilt sich weil das Teufelszeug ja schon als Kondensat bei ihm ankommt. Wenn ich ehrlich bin habe ich Respekt wenn sich jemand an ein CM/LM Projekt rantraut.
Man liest von Aragones immer öfters das er mit seiner Anlage (CM) immer noch nicht "eins" ist und deshalb auch schon länger mit einer LM liebäugelt (wann tust du es endlich :P). Der Wo schrieb ja schon:
Schwieriger zu bedienen ist die CM vor allem wegen ihrer Trägheit. Sie reagiert langsam wie die Lenkung eines Ozenadampfers. Da tut sich erstmal lange nichts und man dreht dann zu viel. Aber gut, bei sowas wie einer Aromadestillation mit geringem Reflux, ist eine CM wirklich gut.
Wiederum meinte der Puhbär mal das seine Anlage (CM) sehr gut und ruhig läuft und er kaum was am regulieren ist.
Ich hatte bisher einmal das vergnügen mit der LM den Aromapunkt zu suchen (liegt wohl so bei ~86°C) und dann diese Temperatur versucht mit dem Nadelventil zu halten---> sehr sehr schwierig (Ozeandampfer zu steuern trifft es gut^^), und meins ist es nicht, aber das Aroma was an diesem Punkt kam war sehr sehr stark und konzentriert^^. Genial finde ich aber das man trotz Fruchtmaische im Kessel auch Aromafreien Schnaps abziehen kann wenn man die Temparaturen mit viel Reflux unten hält. Zum Glück hat man bei einer LM aber viele Möglichkeiten wie man es angeht. Vieleicht reißt es mich die Tage mal wieder zur Destille und ich mache einen schönen Kirsch Weinbrand, dann allerdings mit Reflux und einfach so 2 Tropfen die Sekunde einstellen und konstant abziehen, mal schauen was dabei rauskommt. Ich bin heil froh durch Zufall eine LM gebaut zu haben auch wenn ich damals absolut 0 Plan hatte wie es überhaupt funktioniert. Durch der Wo`s Tipps und Hilfe beim Bau hatte ich dann den Dreh schnell raus... Und wenn das das Ding bei Aromabränden auch so einfach funktioniert wie beim Neutralen verzichte ich gerne auf das ein oder andere Prozent an Aroma :+1: . Zudem hat man wie gesagt zig Möglichkeiten für Aromabrände die man probieren kann. Mich schreckt eine CM bisher immer ab... man liest immer nur das es sie schwierig zu steuern ist... ich möchte keine CM schlecht reden da ich keine Erfahrung damit habe, und noch nichts aus einer CM probieren konnte, aber eine LM ist wenn alles stimmt wie ein schlafendes Baby :mrgreen: .

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BenDunker
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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von BenDunker » 18. Okt 2019, 03:15

Ich will vermeiden mehr Fotos als nötig zu posten (Größe der Dateien) um nicht alle Admins zu sehr zu nerven, ansonsten hätte ich jetzt einfach Bilder von den verschiedenen Ventilen gemacht. Dein Ventil Derwo hatte ich auch dabei (etwas teuerer, also danke für den Link!), ansonsten hatte ich noch zwei Ball-Valves dabei, die mir aber inzwischen durch die Ball-Funktion zu grob scheinen. Dann habe ich noch ein Eck-Nadelventil mit Innengewinde-Anschlüssen gefunden, darauf komme ich später zurück.
Ventil also abgehakt! sehr gut!
@DrknMonkey Ich glaube der Vorteil eines Nadelventils neben der Möglichkeit an unglaublicher Fein-Justierung ist dass es ohne Dichtung im Flüssigkeitsraum auskommt, es ist nur eine Stahlnadel die auf und abgeschraubt wird. Ich mag aber falsch liegen!?

Der Output-Durchmesser ist mit 6mm auch erledigt und bestätigt. Danke, so wird's gemacht.
Zu dem Liebig-Kühler werden wir uns gegebenenfalls in einem neuen Thema wieder finden, obwohl es dazu schon reichlich Lesestoff und Anleitung gibt, 6mm Innenrohr mit 10mm Außenmantel klingt fiddelig aber ich werd mir das mal anschauen. Auf jeden Fall wird wohl sehr deutlich dabei die Innenspirale aus Kupferdraht fürs Destillat ( :lol: ) und auch die Draht-Spirale im Außenmantel für den gegensätzlichen Kühlfluss wegfallen, aber es ist ja auch nur ein kleiner Produktkühler für eh schon nur warmes Destillat.
Vielen Dank DkrnMonkey deine gelangweilte 45cm Kühlerlänge klingt klasse und ich werde diese Länge auch in Betracht ziehen. Und es stimmt auch ich bin mehrfach auf die "nicht-funktionierende Lösung" gekommen, sie sieht erstmal gut aus bis man den Fehler bemerkt. :lol:

@DrknMonkey:
Ich hatte bisher einmal das vergnügen mit der LM den Aromapunkt zu suchen (liegt wohl so bei ~86°C) und dann diese Temperatur versucht mit dem Nadelventil zu halten---> sehr sehr schwierig (Ozeandampfer zu steuern trifft es gut^^),
Meintest du wirklich eine "LM", weil "schwierig", "Temperatur halten" und der Vergleich zum "Ozeandampfer steuern" klingt mir eher nach CM!?
Ich hab halt keine Erfahrung wie man mit einer LM einen Aromabrand macht und bin mehr vertraut mit der Arbeitsweise einer CM, wenn auch meine CM noch sehr Anfängerhaft ist.

@Derwo: Aha! Danke zur Erläuterung um die Pool-Situation und die Gründe warum man mit dem Reflux-Return generell die Slated Plates frei halten möchte. Es stimmt in meinem adaptierten Yummyrum Design kann es passieren, dass da etwas Kondensat unkontrolliert gleich den Return-Weg nimmt ohne überhaupt zum Ventil zu kommen. Ich kann also dein und DrknMonkey's fehlende Begeisterung verstehen und sehe den Punkt inzwischen selbst als Schwachstelle. Obwohl in den anderen Designs auch immer wieder ein Teil des Pools zurück in die Packung läuft, ist das eben gerade der feine und wichtige Unterschied: es vermischt es sich erst mit dem kleinen Pool vor dem Ventil bevor es zurückläuft als wenn es gleich zurückläuft, plus dass ich eben die untere Plate zum Sammeln nehme, was wir ja aus genannten Gründen möglichst vermeiden wollen.
Was auch ehrlich gesagt die Rechtfertigung meines Sichtfensters etwas torpediert. Ein Sichtfenster auf zwei dauerhaft nasse, leere Platten ist wohl schnell eher langweilig.
Das ganze Pool-möglichst-klein-halten hat mich auf folgenden Gedanken gebracht: wie wäre es denn wenn man ein zweites Ventil in der Return-Leitung hätte, was immer einen kleinen Spalt offen steht um Return-Rücklauf zu haben, was aber auch mal komplett geöffnet werden kann um, wie das Ablassventil eines Parrots, den "gesamten" Pool komplett zu leeren. Ich hab das mal mit dem oben genannten Eckventil skizziert:
IMG_7462.jpeg


Vielleicht ist es ein wenig wie mit "Kanonen auf Spatzen schießen": ein ziemlicher Aufwand und ein zweites Nadelventil nur um die 5-10ml Pool-Flüssigkeit gelegentlich mal abzulassen und am Schmieren zu hindern und vielleicht hat meine Frau inzwischen recht mit dem Vorwurf "besessen zu sein", aber theoretisch ist es ein Schritt weiter entwickelt.


Hier nochmal für alle eine Skizze von den einzelnen Return-Wegen und die potentielle maximale Größe der Pools bei geschlossenem Ventil.
Dateianhänge
IMG_7463.jpeg
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BenDunker
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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von BenDunker » 18. Okt 2019, 03:41

Bitte vergesst meine Idee mit dem zweiten Ventil! Nicht nur ist es unnötig einen 3-10ml kleinen Pool zur Schmier-Verhinderung zu leeren, mir ist auch gerade aufgefallen wie unglaublich frickelig das Ding wird!

Hat man das Return-Ventil zu weit auf, bildet sich kein Pool der es überhaupt ins T-Stück und somit zum Produkt-Ventil schafft.
Hat man das Return-Ventil zu weit geschlossen, bildet sich ein zu großer Pool, der im schlimmsten Fall bis hoch zur slated Plate reichen kann!!
Die optimale Einstellung, die sich bei den anderen Designs ganz von alleine regelt, ist hier ständig babysitten und verändert sich je nach Reflux ständig, im Grunde bräuchte man dafür eine gläserne Leitung und müsste ständig daneben stehen.
Um es in DrknMonkeys Worten zu sagen, mit dieser zweiten-Ventil-Bauart wird aus dem "stimmig schlafendem Baby" ein echter zahnender Schreihals!
Bitte vergesst einfach diese Idee, ich bleibe bei dem schlafenden Baby.

Ich werde mir Sergiolis Design zu Herzen nehmen, ohne meine Idee alà YummyRum des Seitenröhrchens und auch sehr wahrscheinlich ohne Sichtfenster. Das 6mm Ventil was Derwo verlinkt hat geht bei mir fest an die LM-Head-Seite und wird nicht mehr abgemacht und für die andere Seite des Ventils kann ich Anstelle der Klemmmutter eine kleine 1/2'' Tri-clamp schrauben und somit den Kühler immer noch abnehmen und drehen, dieses Ventil gibt es sogar als Knick, dass auf meinen ursprüngliche Wunsch den Kühler schräg stellen zu können und mit einer Union-Schraube den Kühler zusätzlich drehen zu können nicht verzichtet werden muss.
Genial, danke fürs ständige Korrigieren und all den Input. Bei mir ist jetzt alles ziemlich klar!

Unglaublich wie weit wir von meiner gläsernen Alibaba Plattenkolonne abgekommen sind!!! :bravo:
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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von aragones » 18. Okt 2019, 08:11

Man liest von Aragones immer öfters das er mit seiner Anlage (CM) immer noch nicht "eins" ist und deshalb auch schon länger mit einer LM liebäugelt (wann tust du es endlich :P). Der Wo schrieb ja schon:
... tja wie mann an der Diskussion hier wieder sieht ist es eben nicht so ganz trivial und ich konnte mich auch noch nicht auf ein endgültiges Design festlegen .. vielleicht werdeich aber auch zum Trittnrettfahrer und werde - wenn Bens Projekt die Prototypenphase bestanden hat dann mit dem Ansatz ins Rennen gehen.
Mittlerweile hab ich meine CM soweit im Griff allerdings - war ich bislang mit ca 90% zufrieden ( auch nur mit 50 cm Packung) ... aber was mich an der ganzen Refluxererei mächtig stört ist die lange Destillationszeit von mehr als 5..6 Stunden.
Ich bin mittlerweile auch - wie Derwo- auf der Rille für die Aroma bzw Fruchtbrände dopplt zu brennen.. zumal ich dann auch parallell fahren kann . In der Grossen den Raubrand und parallel in der Kleinen den Feinbrand vom letzten Raubrand...
Die neutralen strippe ich erst mal, brenne die Nachläufe gesammlt ein mal rau und dann nochmal die gesammelten " Mittelläufe" ggf noch verdünnt einmal mit Reflux...

Das Ganze ist also im Moment mehr generisches Interesse und aus meinen früheren Hobbys habe ich gelernt das Mann gerne und schnell Overequipped ist und denn viele schöne und teure Sachen ungenutzt im Schrank verstauben...
das hat mich immer wieder daran gehindert den mehr als 1 mal randvoll gefüllten Warenkorb beim Drachen dann auch zu kaufen ...
Hinzu kommt noch die leidige Frage .. wohin mit der ganzen Produktion...alles selber saufen ist keine Option... das reduziert im Moment die Notwendigkeit eine LM zu bauen...

dennoch verfolge ich das Thema weiterhin mit Interesse und bin gespannt auf die Ergebnisse .. wer weiß was mich umtreibt wenn ich irgendwann mal in Rente gehen :-)
Habe die Ehre Herr Geheimbrannt!

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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von derwo » 18. Okt 2019, 15:26

azeotrop,
die 0.2°C Verbesserung bei mehr Heizleistung liegen vielleicht einfach daran, daß die Packung mit der höheren Leistung besser arbeitet. Aber die Abhängigkeit von der Kühlwassermenge ist ein deutliches Indiz, daß du recht hast.
Ja, ich glaube auch nicht daran, daß "zu viel" Kühlwasser und damit ein vielleicht etwas kühlerer Reflux viel ausmachen.

DrknMonkey,
es stimmt, es steht nicht da, aus was die Dichtungen sind. Also es gibt nur eine Dichtung dort, die Stopfbuchsendichtung. Bis jetzt hab ich aber noch nie bei einem aktuell gebautem Nadelventil aus Edelstahl etwas anderes als Teflon gesehen. Bzw, meist steht dabei, aus was die Dichtung ist. Bei Edelstahl ist es immer Teflon/PTFE, bei Messing immer EPDM. Aber ja, vielleicht findet Ben eins, wo das noch dabeisteht.

Ben,
Ball valves sind nicht fein genug einstellbar. Nur eine viertel Umdrehung.
Bei Ventilen mit Innengewinde, brauchst du dann noch Gegenstücke. Entweder Edelstahl mit Schneidring, oder Messing (mit Bleianteil!) zum Löten, oder Edelstahl mit Speziallot zu löten. Also nimm lieber gleich ein Ventil mit Verschraubung. Bzw du hast ja noch irgendwas mit Tri-Clamp gefunden. Die Lösung kenne ich nicht.

Allgemein "verbraucht" das Abkühlen viel Länge aber kaum Kühlwasser. Beim Kondensieren ist es andersherum. Also, um bei der LM ein 20°C kühles Destillat zu bekommen, braucht man schon Länge, aber kaum Kühlwasser.
Eine Temperatur wie 86°C zu halten ist auch mit einer LM schwierig. Aber machbar.

Deine zwei Ventile-Lösung:
Und das zweite Ventil müsste fest verbaut sein. Das ist schon mal richtig nervig.

Vielleicht ein guter Tip: Das Röhrchen muss die slanted Plates nicht zwingend im 45°-Winkel verlassen. Etwas flacher oder steiler, und schon geht der Return am T-Stück ein bisschen aufwärts, und das Problem, daß ein Teil des Kondensats direkt wieder zurückfließen würde, ist gelöst. ZB so:
LM.jpg
Oder so:
LM2.jpg
LM2.jpg (12.77 KiB) 136 mal betrachtet

Bei Sergiolis' Lösung könnte man mit "steiler als 45°" ebenfalls einen ansteigenden Return erreichen:
LM3.jpg
LM3.jpg (16.31 KiB) 135 mal betrachtet

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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von Hügelwilli » 18. Okt 2019, 17:22

BenDunker hat geschrieben:
18. Okt 2019, 03:15
Ich will vermeiden mehr Fotos als nötig zu posten (Größe der Dateien) um nicht alle Admins zu sehr zu nerven, ansonsten hätte ich jetzt einfach Bilder von den verschiedenen Ventilen gemacht.
Du kannst ruhig mehr Bilder posten. Wenn sie groß sind, werden sie automatisch auf maximal 800x800px verkleinert. So groß können die Datenmengen also gar nicht werden.

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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von BenDunker » 18. Okt 2019, 17:43

@Hügelwilli: vielen Dank! das macht Dinge viel einfacher und an dieser Stelle ein großes Lob an euch, euer Forum ist super bedienbar, übersichtlich und sehr intuitiv!

@Derwo: Uhhhh, deine erste Schräggestellte ist für mich bislang die beste Variante, weil dabei das Ventil nicht mehr senkrecht liegt und ich somit einfacher die Tri-clamp-Verbindung nach dem Ventil legen kann! Spitze.

Aber das Thermometer bleibt unter der oberen Platte oder?
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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von BenDunker » 18. Okt 2019, 18:05

Man bin ich froh, dass ich euch gefunden habe, das muss ich mal sagen! Wer weiss wo ich Equipment-mäßig gelandet wäre wenn ich euch nicht hätte. Vielleicht sogar mit so einer seltsamen Variante!!! Das Ding nach Russischen Anleitung hat sich ein Typ aus einer FB-Gruppe gerade fertig gebaut:

hier:

Dateianhänge
Screen Shot 2019-10-19 at 04.50.16.png
Screen Shot 2019-10-17 at 15.39.19.png
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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von derwo » 18. Okt 2019, 19:37

BenDunker hat geschrieben:
18. Okt 2019, 17:43
Aber das Thermometer bleibt unter der oberen Platte oder?
Ich denke schon, daß es so besser ist. Der Abstand zur oberen (kalten) Platte ist größer. Die genaue Stelle würde das als letztes entscheiden. Erst mal den Rest zusammenstöpseln. Von rechts unter die untere Platte wäre auch möglich. Müsste man eine 3D-Zeichnung machen, um das zu verdeutlichen.

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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von BenDunker » 18. Okt 2019, 22:38

Ich dachte immer, dass man das gerade unter die obere Platte setzt damit es möglichst nach am Output ist und dennoch geschützt vom regnenen Kondensat, also nur im reinen Dampfraum. Ist das nicht wichtig?
Ich kann mir schon vorstellen, wo du meinst wenn es unter die output-Platte geht. Auf der Zeichnung sähe es dann so aus als würde es zwischen dem Output Rohr und dem Return-Rohr stecken, aber es steckt da nur seitlich raus.

Auf dem Bild ist das Thermometer irgendwo zwischen 1/3 und 1/2 der Kolonnen-Länge. Hab mich da schon gefragt warum..

Auch neu war, dass bei der Boka die oberer Schräge Platte am Kühler angebracht ist und nach oben mit raus nehmbar ist.
Dateianhänge
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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von derwo » 19. Okt 2019, 10:37

Bei der tieferen Positionierung ist es eigentlich genausogut geschützt vor dem Reflux, aber halt weiter weg von der abgekühlten Platte.
Und die genaue Position beim Output ist nicht wichtig, weil es ja im Dampfraum weiter oben nicht mehr zu einer merkbaren Rektifikation kommen kann, wenn man schon bei 95vol% ist. Also daß das Thermometer wie bei einer Potstill penibelst beim Abgang zum Kühler platziert sein muss, ist hier nicht nötig. Es gibt keine Unterschiede ein paar cm weiter oben oder unten.

Bei der BokaMini ist das Thermometer tiefer, damit die Messung gepuffert ist. Man bekommt dann früher mit, was demnächst oben ankommt. Hat also mehr Zeit zum reagieren. Wenn am Ende der Destillation plötzlich die % runtergehen, wie es leider eine LM gerne macht, weiß man es etwas früher. Außerdem sind die Unterschiede weiter unten größer. Also es geht nicht um 0.2°C sondern vielleicht um 0.4°C zwischen genug und nicht genug neutral. Ist keine schlechte Idee, wenn man nur Neutralen produzieren möchte.

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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von BenDunker » 19. Okt 2019, 11:08

Aha.. sehr interessant! Das hätte ich nich gedacht, ist aber total schlüssig!
Ich werde wenn es soweit ist nochmal darauf zurück kommen.

Sag mal, ich habe gestern ein Post von einem Typ gelesen der so eine Glaskolonne hat wie ich sie noch in meinem ersten Post in diesem Thema haben wolle. Der meinte, dass es so faszinierend ist wie deutlich man sehen kann wenn die Tails aus dem Kessel aufsteigen indem das Glas der Kolonne langsam von unten anfängt zu beschlagen. Wenn das stimmt, dass das tatsächlich ein Zeichen für uns sein könnte abzurennen, wäre es vielleicht sinnvoll sich drei kleine Sichtgläser zuzulegen und sie über die Kolonne zu verteilen. Eine zwischen Kesseldeckel und erstem 50cm Rohr, das zweite zwischen dem ersten 50cm Rohr und dem zweiten und das dritte dann vor dem LM Kopf, vielleicht sogar jeweils mit einer Platte (!? um mal wieder auf das Themen-Thema zurückzukommen!!!). Wenn dann in unserem Fall die Tails aufsteigen, können wir das auch ganz entspannt über die Kolonne verfolgen..

So ich habe jetzt meine Alibaba Bestellliste zusammen gestellt und alle Teile die ich brauche sehr sorgsam ausgewählt (auf Wunsch poste ich die Liste hier). Schlappe 525 US$ sind zusammengekommen. Ich warte jetzt auf die Budget-Freigabe meiner Frau um dann bestellen zu können und dann hab ich die Teile ein paar Wochen später. Also haltet nicht die Luft an bis ich hier Fotos von meiner neuen LM poste... könne noch ein bisschen dauern.
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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von derwo » 19. Okt 2019, 13:42

Es sind nicht die Tails, welche man sieht, sondern das Wasser. Wasser schaut in der Kolonne anders aus als Alkohol. Je weniger Alkohol, desto mehr beschlägt die Kolonne. Indirekt ist es dann aber schon so, daß man mit etwas Erfahrung sowohl mit der Anlage als auch mit dem Produkt sehen kann, wann die Tails etwa beginnen. Denn die Tails beginnen ja, wenn der Alkohlgehalt sinkt. Das gleiche könnte man aber auch mit Thermometern an verschiedenen Punkten der Kolonne erreichen. Wäre billiger, präziser, dokumentierbarer, aber natürlich langeweiliger anzuschauen und auch weniger intuitiv.

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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von derwo » 20. Okt 2019, 14:01

Der Vollständigkeit halber hier Fotos von meinem LM-Kopf:
DSC06436c.JPG
DSC06437c.JPG
Funktioniert tadellos, ist aber wohl die Mühe nicht wert. Ich denke nicht, daß eine Boka mit Return schlechter ist.


Und hier eine Skizze meiner alten LM-VM-Kombi:
VMLMHybr2klein.jpg
Die Verengung auf 18mm hat sich in der Praxis als zu eng erwiesen. 2kW war schon riskant, daß es da flutet. Und das Thermometer war nicht unabhängig vom Reflux.


Obendrauf dann bei beiden Designs ein Liebigkühler. Da hab ich dann irgendwann einen Kühlfinger nachgerüstet.

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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von DrknMonkey » 20. Okt 2019, 19:29

Diese Variante hatte ich damals auch probiert als ext. Return...
Hat damals am besten funktioniert fast ohne Siphoning, nur hatte ich da schon die Löcher gebohrt und es hätte nicht mehr gepasst.
Das wäre meine erste Wahl auch wenn der Pool hier etwas Größer ist, also quasi wie auf dem Bild zuvor;
download/file.php?id=1018&mode=view

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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von BenDunker » 21. Okt 2019, 00:22

huii Derwo, die Variante ist aber auch ein Design-Objekt in sich! Kann man schön verfolgen wie das Kondensat nur durch den Ablauf zurückfließt, der Pool trotzdem sehr klein bleibt und das Thermometer ziemlich gut nur im Dampfraum weit weg vom Kondensat und kalten Platten und direkt auf Höhe des Outputs ist. Clever!

Drknmonkey. Danke, ja das ist auch die Variante die ich im Kopf habe. Und ich denke das Kommentar bezüglich der 6mm/8mm ist für jemanden der das Ding auch ohne Reflux benutzen will. Also nicht für mich. Ich bleibe bei den 6mm.
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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von derwo » 21. Okt 2019, 15:27

BenDunker hat geschrieben:
21. Okt 2019, 00:22
huii Derwo, die Variante ist aber auch ein Design-Objekt in sich! Kann man schön verfolgen wie das Kondensat nur durch den Ablauf zurückfließt, der Pool trotzdem sehr klein bleibt und das Thermometer ziemlich gut nur im Dampfraum weit weg vom Kondensat und kalten Platten und direkt auf Höhe des Outputs ist. Clever!
Stimmt. ich war ziemlich paranoid damals bezüglich der Temperaturmessung. :lol:
Ich hatte mit meiner alten Reflux einen Obstbrand im Einfachbrennverfahren gemacht, die Temperatur stabil gehalten und aber dann mal die einzelnen Gläschen durchgemessen: Obwohl die Temperatur stabil war, sind die % immer weiter gesunken. Warum? Ich musste mit der Zeit natürlich immer weiter das Nadelventil schließen. Also hatte ich immer mehr Reflux. Und je mehr Reflux, desto mehr hat dieser die Temperatur am Thermometer runtergedrückt.
Ich wollte bei der nächsten Konstruktion absolut sicher sein und hab vielleicht etwas übertrieben...

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BenDunker
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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von BenDunker » 21. Okt 2019, 22:55

Und bei deiner neuen Konstruktion passiert das nicht mehr, dass du das Nadelventil langsam weiter schließen musst um die Temperatur stabil zu halten? :shock:
Bleiben deine % die ganze Zeit stabil (bis wahrscheinlich die Tails anfangen) ohne den Reflux anzugleichen?
Die Bitterkeit der schlechten Qualität bleibt lange nach dem Vergessen der Süße des niedrigen Preises bestehen.
- Benjamin Franklin

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derwo
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Re: Plattenkolonne oder Packungskolonne

Beitrag von derwo » 22. Okt 2019, 11:25

BenDunker hat geschrieben:
21. Okt 2019, 22:55
Und bei deiner neuen Konstruktion passiert das nicht mehr, dass du das Nadelventil langsam weiter schließen musst um die Temperatur stabil zu halten? :shock:
Bleiben deine % die ganze Zeit stabil (bis wahrscheinlich die Tails anfangen) ohne den Reflux anzugleichen?
Doch, ich muss schon nachregeln. Wie bei der Anlage davor auch. Aber wenn ich zB 88°C habe und das sind 70vol%, dann ist es eine Stunde später mit dann natürlich etwas geschlossenerem Ventil, also mehr Reflux, auch noch so. Bei der alten Anlage waren eine Stunde später die 88°C dann nur noch 65%. Ich konnte mich also nicht auf das Thermometer verlassen.

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