Zuckermaische für Neutralalkohol

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derwo
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Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von derwo » 25. Okt 2018, 13:59

Um Zuckerwasser zu vergären braucht es nicht nur Zucker, Wasser und Hefe, sondern auch Hefenährstoffe. Je mehr Prozent Alkohol erreicht werden sollen, desto wichtiger sind diese Nährstoffe.

Der wichtigste Nährstoff ist Stickstoff. In der Natur ist er vor allem in Proteinen enthalten. Beim Abbau zu Stickstoff produziert die Hefe aber Fuselalkohole. Daher ist es besser, ihr Stickstoff einfacher zu Verfügung zu stellen. Geeignet sind dafür Hefenährsalze wie zB DAP (Diammoniumphosphat) oder Ammoniumsulfat. Ich bevorzuge aber mineralischen Dünger aus dem Baumarkt, da es dort auch welche gibt, die Spurennährstoffe mitliefern. Magnesium und Zink zB. Man suche im Baumarkt einfach unter den Blaukorn-Produkten nach einem Dünger mit möglichst viel Stickstoff. Und irgendwas mit "Spurennährstoffen" sollte draufstehen. Den hohen Stickstoffanteil erkennt man an der NPK-Nummer. ZB "15-8-10". Die erste Nummer ist der Stickstoff. Der Dünger hat also 15% Stickstoff.

Dann fehlen noch B-Vitamine:
Man nehme einfach irgendeine "B-Vitamin-Komplex"-Packung aus dem Drogeriemarkt.

Und ein pH-Puffer:
Calciumcarbonat eignet sich hier am besten. ZB Gartenkalk oder Eierschalen. Oder man bestellt halt einfach Calciumcarbonat zB bei ebay.

Und dann noch etwas organisches Material ohne großen Einfluss auf den Geschmack:
Der Klassiker ist Tomatenmark. Es gibt aber auch bewährte Rezepte zB mit Frühstückscerealien oder sogar Grünkohl.

Ansäuern ist nicht notwendig, da die schnell startende und starke Gärung den pH sowieso schnell in den sauren Bereich drückt.
Auch das oft empfohlene Bittersalz (Magnesiumsulfat, epsom salt) ist nicht notwendig, da schon in den Spurenelementen des Düngers enthalten.


Rezept für 10l Maische mit 12% Alkohol:
- 1Pk Trockenbackhefe oder 1/2 Block Frischhefe (oder auch den ganzen Block, wenn man sonst den Rest wegwirft) vorbereiten. Zuviel Hefe schadet nicht.
- 1El Calciumcarbonat, 1 Vitamin-B-Komplex-Tablette und 1El Blaudünger zerstossen oder in ein bisschen warmem Wasser aufquellen lassen und in den Gäreimer geben.
- 2kg Zucker und 50g Tomatenmark auch in den Gäreimer geben.
- 2l kochendes Wasser drauf und etwas rühren.
- mit kaltem Wasser auf 10l auffüllen und rühren.
- Gärstarter dazugeben, nach 15min nochmal Luft in die Maische rühren.
- mit Gärspund verschließen.
- bei Zimmertemperatur gären lassen. Nach zwei Tagen ist die Gärung fast beendet. Nach einer Woche komplett. Hängt von der Temperatur ab.

Mit 250g mehr Zucker wären meiner Erfahrung nach zwar auch 13.5% möglich. Die Gärung wird aber doppelt so lange dauern, eventuell muss man am Ende der Gärung auch für Beheizung der Maische sorgen, und das Ergebnis ist wahrscheinlich ein bisschen weniger neutral.

Troy
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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von Troy » 2. Nov 2018, 16:00

Moin Wo,

wenn du so eine 10l Maische herstellst, was sind da so die Gesamtkosten für die Maische? Wie viel Liter Neutralalk bekommst du raus? Brennst du grundsätzlich mit Reflux oder machst du n Potstillbrand?

Klingt nach ner guten Idee und klingt auch günstiger als mit Turbohefe, ist nur die Frage ob es auch geschmacklich besser ist.. hast du da ne Einschätzung?

Danke dir und beste Grüße!
Troy

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derwo
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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von derwo » 2. Nov 2018, 21:16

Du kannst für einen Block Frischhefe zwischen 9 und 50 cent zahlen. Und der Sack Blaukorn kostet zwar vielleicht 10€, das reicht aber dann für mehr als eine Leber, und vielleicht freuen sich ja auch auf deinem Balkon ein paar Pflanzen.

Für Neutralalkohol hab ich gute Erfahrungen gemacht mit den niedrigerprozentigen Turbohefen(6kg Zucker pro 25l), also zB der Vodka Star oder der Triple Still (beide von alcotec). Die hochprozentigen (8kg Zucker pro 25l) kann ich nicht empfehlen. Wieviel die alle gerade kosten, weiß ich nicht. Auch die niedrigprozentigen würde ich eher mit etwas weniger Zucker verwenden (5.5kg). Dieses Rezept ist auf jeden Fall gleichwertig mit denen. Ob besser? Es ist halt so lange her. Ich war damals sofort begeistert, als ich mit den Tomatenmarkmaischen begonnen habe.

Ich mache erst Raubrände mit der Potstill. Und dann entweder zwei schnelle Feinbrände mit der Reflux (mit Verdünnen zwischen den Bränden) oder einen langsamen. Wenn dann eingeplant ist, daß das durch die Aktivkohlesäule kommt, gehe ich sehr weit in den Nachlauf.

Im Endeffekt bekommt man 90-95% des Alkohols irgendwann in den Mittellauf. Man muss halt die Raubrände behandeln (Aktivkohle und pH-Heber) und die Vor- und Nachläufe auch und diese beim nächsten mal wieder mitdestillieren. Das kostet auch Zeit und Energie. Ob sich das immer lohnt, oder ob man lieber mit 80% des Alks zufrieden sein soll, ist schwer zu sagen.

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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von 69% » 3. Nov 2018, 16:48

:arrow: Moin
ich habe gerade einen 25 Liter Ballon am gären - mit der Alcotec Turbo 48H. Die kostet bei der Firma "Destillatio" 3,79 €.
Die Vodka Star kostet ebenso 3,79 € und die Triple Still 4,29 €.
https://www.destillatio.eu/schnapsbrenn ... turbohefe/
Ist mein erstes Mal mit dieser Hefe - ich will den "Zuckerwein" dann brennen und mit Pastis Essenz und Jagdbitter Aroma versetzen.
Blaukorn kommt bei mir noch nicht mal in den Garten - geschweige denn in ein Getränk.
Nichts für ungut.
:( bis denne
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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von PuhBär » 3. Nov 2018, 16:53

Da bin ich ja mal gespannt was du zu der Alcotec Turbo 48H sagst :D
Ich weiß, PuhBär klingt Gefährlich, mir fiel aber nichts anderes ein

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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von derwo » 3. Nov 2018, 21:10

69% hat geschrieben:
3. Nov 2018, 16:48
ich habe gerade einen 25 Liter Ballon am gären - mit der Alcotec Turbo 48H ...
Blaukorn kommt bei mir noch nicht mal in den Garten - geschweige denn in ein Getränk.
Was glaubst du denn ist in dem Päckchen drinnen? Dasselbe wie im Blaukorn. Nur ohne Farbstoff und lebensmittelelcht.

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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von PuhBär » 4. Nov 2018, 09:24

Ja das war auch meine erste Hefe :( war echt nicht gut, ich frage mich nur, warum ist die
noch auf dem Markt? kriegen es einige doch hin? ich bin gespannt was 69% sagt wenn er das
ganze fertig hat.
Ich weiß, PuhBär klingt Gefährlich, mir fiel aber nichts anderes ein

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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von 69% » 4. Nov 2018, 12:29

:arrow: Moin
Hallo PuhBär - werde Dich auf dem laufenden halten. Der "Zuckerwein" gärt jetzt den fünften Tag und hat seit heute stark damit nachgelassen.
Werde wohl am Mittwoch brennen. Ich bin gespannt - erstmal wie viel % die Maische hat und wieviel Liter und % das Ergebniss bringt und über -
haupt, nach den Kommentaren hier im Forum. Ich lass mich überraschen - die Kosten, wenn`s nichts ist halten sich ja stark in Grenzen.
Vielleicht kann mich jemand beraten. wie ich aus z.B. 48% - 40% mache ? Einfach nur verdünnen ( Quellwasser ) und langsam rantasten oder gibt es eventuell eine Regel ?
Habe bis jetzt immer nur Obstmaischen gebrannt und das Resultat war meistens so bei 45 - 50 %. Das habe ich natürlich dann so gelassen.
Bei diesem "Zuckerwein" will ich aber mit Essenzen arbeiten ( Pastis, Bitter, Aquavit ) und ein bestimmter Gehalt wäre schön.
:idea: bis denne
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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von PuhBär » 4. Nov 2018, 14:08

zum verdünnen Google mal: alkohol verdünnen rechner
da kommen ein paar sachen, rantasten geht aber auch.

Dein Brand sollte nach unseren erfahrungen stark nach Hefe schmecken und riechen,
somit fast untrinkbar sein, aber wie gesagt, das zeug ist noch auf dem Markt, du
hast sie angesetzt , probier es einfach aus, sollte es gut werden, vielleicht magst du
exakt aufschreiben wie du vorgegangen bist.

Ich benutze Vodka Star oder Tomate nach der wo, das geht auch ohne Blaukorn, du
hast dann eben ein bisschen weniger, der ertrag selber hat mich noch nie interessiert,
es kommt raus was rauskommt.
Ich weiß, PuhBär klingt Gefährlich, mir fiel aber nichts anderes ein

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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von 69% » 4. Nov 2018, 14:24

:arrow: Moin
Danke, PuhBär, für diesen ausgezeichneten Tip mit dem Verdünnungs Rechner.
Hat mir sehr geholfen und ist kinderleicht. :D :D :D
Im Moment ist das Zeug ja noch im Ballon, ich hab mal nen Gärspund aufgesetzt, blubbert nur noch sehr selten.
Aber nach Hefe riecht der Ansatz nur ganz schwach. Mal schauen wie es nach dem Brennen ist.
:?:
bis denne
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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von aragones » 4. Nov 2018, 14:52

Mein Tipp... warten bis sich die Hefe abgesetzt hat und dann vor dem Brennen abziehen. Also mit Schlauch bis kurz vor die Hefeschicht gehen oder langsam ausgießen damit Hefesatz zurückbleibt. Aragones der grade gelernt hat das eine refluxkolonne fluten kann und das Destillat dann wieder verdünnt rauskommt 😒
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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von 69% » 4. Nov 2018, 15:13

:arrow: Moin
Hallo aragones - sehr guter Tipp, Dank dafür. Ich werde mit dem Weinheber von der Obstwein Bereitung ( Ansaugloch etwas oberhalb
des Schlauchendes ) arbeiten und es genau so machen.
:idea: :) :idea:
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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von gorbi73 » 4. Nov 2018, 15:48

Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Turbo-Zuckerwasser ist mit schnellem Potstillen kein Blumentopf zu gewinnen. Ohne Mehrfachbrennen (2x reicht nicht mal ansatzweise) und Aktivkohlebehandlung sollte man nur mit suboptimalen Ergebnissen rechnen. "Neutralalkohol" hört sich vielleicht trivial an, ist es aber ohne entsprechenden Aufwand ganz und gar nicht.
Früher war alles anders, da waren sogar die Gummistiefel noch aus Holz.

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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von azeotrop » 4. Nov 2018, 16:08

Meine erste Zuckermaische hatte ich mit Turbohefe PRESTIGE 48H TURBO PURE von Prestige angesetzt und 18% in der Maische erreicht.
Ich wollte nur einmal brennen und habe minimal Vorlauf abgetrennt aber sehr früh den Nachlauf abgetrennt (aus Angst).
Das Destillat hatte 65%vol und ich konnte keine unangenehmen Aromen feststellen, aber dafür einen angenehmen "weinigen" Geschmack im Hintergrund.
Da ich sowieso Frucht Essenzen zugeben wollte, schien mir das ok.
Ich bin mit dem Resultat zufrieden. Diese Turbohefe ist nicht schlecht.

Aber Neutralalkohol ist was ganz anderes als das was ich hier fabriziert hatte.
Da baue ich gerade an einer Boka Reflux.
Es grüßt Azeotrop
"Doubt not, therefore, sir, but that distilling is an art, and an art worth your learning."
(Nixon & McCaw)

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aragones
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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von aragones » 5. Nov 2018, 12:48

[/quote]
Hehe hast die Schrubber zu fest gestopft oder was ist passiert--> neugierig ;) .
Früher oder später kommst eh nicht am SPP vorbei, am Anfang taugen die Schrubber vollkommen... irgentwann hatte ich die Schnauze voll und hab SPP bestellt, einfach reinschütten das Zeug und alles passt. Außerdem bekommst du nochmal eine weitaus bessere HETP!
[/quote]

Hallo Puhbär,
was genau die Ursache war kann ich nur vermuten.
Vermutlich die größte Untugend in unserem Hobby: Die eigene Ungeduld.

Ich hab vermutlich einfach zu hoch aufgedreht weil es mir zu langsam getropft hat.
Destillat kam dann auch zwischendurch stoßweise und ich hatte in der Vorlage dann nur noch ca. 60% trotz ca. 84 Grad Dampftemperatur und Destillat war leicht trüb .. kann mir das nur so erklären.
Hab dann wieder die Heizleistung runtergefahren, die Vorlage gelehrt dann hat sich es wieder beruhigt und wieder bei ca. 75% eingependelt. So eine CM Reflux ist doch etwas anspruchsvoller als ich dachte .. muss ja oben noch etwas Dampf rauskommen..
Passt aber nun nicht mehr zum Ausgangsthema .. werde vielleicht gelegentlich mal einen Thread „erste Gehversuche mit CM Reflux“ oder so aufmachen.
War eh alles durcheinander gestern .. meine Mirabellen Maische 25 l mit 6 kg Zucker hatte nach 3 Monaten noch 40Ö Restzuzcker dann noch die Arie mit dem Fluten das mir den Brand versaut hat und dann ist mir das Ganze noch angebrannt trotz Anbrennschutz und Rührwerk…
Lehrgeld muss eben auch manchmal sein.
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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von derwo » 5. Nov 2018, 12:51

Wenn ich an StillDragon und flutende Kolonne denke, dann denke ich an die Filterdisk, die du am unteren Ende der Kolonne vielleicht drinnen hast?
Aber fang mal einen neuen Thread an.

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aragones
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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von aragones » 5. Nov 2018, 17:45

Nö hatte ich nicht drin ... war einfach zu viel Heizleistung vermute ich ! Thread ist im Arbeit
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Re: Zuckermaische für Neutralalkohol

Beitrag von PuhBär » 6. Nov 2018, 08:07

derwo hat geschrieben:
2. Nov 2018, 21:16
Du kannst für einen Block Frischhefe zwischen 9 und 50 cent zahlen. Und der Sack Blaukorn kostet zwar vielleicht 10€, das reicht aber dann für mehr als eine Leber, und vielleicht freuen sich ja auch auf deinem Balkon ein paar Pflanzen.

Für Neutralalkohol hab ich gute Erfahrungen gemacht mit den niedrigerprozentigen Turbohefen(6kg Zucker pro 25l), also zB der Vodka Star oder der Triple Still (beide von alcotec). Die hochprozentigen (8kg Zucker pro 25l) kann ich nicht empfehlen. Wieviel die alle gerade kosten, weiß ich nicht. Auch die niedrigprozentigen würde ich eher mit etwas weniger Zucker verwenden (5.5kg). Dieses Rezept ist auf jeden Fall gleichwertig mit denen. Ob besser? Es ist halt so lange her. Ich war damals sofort begeistert, als ich mit den Tomatenmarkmaischen begonnen habe.

Ich mache erst Raubrände mit der Potstill. Und dann entweder zwei schnelle Feinbrände mit der Reflux (mit Verdünnen zwischen den Bränden) oder einen langsamen. Wenn dann eingeplant ist, daß das durch die Aktivkohlesäule kommt, gehe ich sehr weit in den Nachlauf.

Im Endeffekt bekommt man 90-95% des Alkohols irgendwann in den Mittellauf. Man muss halt die Raubrände behandeln (Aktivkohle und pH-Heber) und die Vor- und Nachläufe auch und diese beim nächsten mal wieder mitdestillieren. Das kostet auch Zeit und Energie. Ob sich das immer lohnt, oder ob man lieber mit 80% des Alks zufrieden sein soll, ist schwer zu sagen.
ich sehe Schnapsbrennen als Hobby an und bei einem Hobby werden bekanntlich keine Kosten gescheut :D
sofern man es denn vor der Ehefrau verbergen kann natürlich.
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