Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

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azeotrop
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Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von azeotrop » 29. Jul 2019, 19:26

Hallo zusammen

Ich habe kürzlich meine Schlehenmaische vom Nov. 2018 inkl. aller Kerne mit der Potstill raugebrannt, schnell und ohne Abtrennung.
Nun habe ich 7L Raubrand mit 34%vol. Der Geruch und Geschmack ist ok.
Das passt gut in meinen 12L Kessel.

Ich plane beim Feinbrand den Vorlauf und Nachlauf großzügig in 50mL Gläschen zu sammeln und später zu entscheiden.

Ab welchem aktuellen Alkoholgehalt am Liebigausgang kann ich das Vorlauf sammeln beenden, ab wann soll ich mit dem Sammeln des Nachlaufs beginnen.

Beim Raubrand habe ich ziemlich komplett alles rausgebrannt was die Maische hergab.
So sah die Schlempe am Ende aus.

IMG_4914.jpeg
IMG_4918.jpeg
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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von derwo » 29. Jul 2019, 22:35

Rechtzeitig runterregeln, damit der Anfang auch wirklich langsam abdestilliert wird. Dann den Vorlauf in Portionen a 20ml sammeln. Die erste Portion wirst du wegtun. Aber wenn du genug Gläser hast, kannst du sie ja trotzdem aufbewahren, um am nächsten Tag nochmal zu riechen, was Vorlauf ist. Das zweite Gläschen könnte zwar nicht für sich alleine, aber im Mix schon ok sein. Geschmackssache. Wenn die Gärung ok war, können das nicht mehr als vier Gläschen Vorlauf sein.

Zwischen 70 und 50vol% Gläschen sammeln. Da ruhig größere Mengen, 50ml oder so. Es wird eine schwere Entscheidung sein. Das Gläschen mit 50% wird nicht schlecht sein, aber das mit 70% halt besser... Aber man kann auch ein bisschen aufs Alter hoffen. Bei beiden Abtrennpunkten.

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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von azeotrop » 30. Jul 2019, 09:26

Vielen Dank.
Das ist eine große Hilfe.
Zusammen mit dem Destillationssimulator 1 des Forums habe ich nun eine gute Vorstellung von den zu erwartenden Mengen. Ich finde daß Hügelwilly hier was sehr brauchbares gebastelt hat.

80mL eventuell Vorlauf Ø80,15%vol >> 4 Gläschen á 20mL
1920mL Mittellauf Ø75,57%vol
1047mL eventuell Nachlauf Ø62,48%vol >> 10 Gläschen á 100ml
1023mL Nachlauf (bis 1%) Ø23,72%vol
3210mL bleibt im Kessel

Hier sieht man meine Einstellungen:
GG2019-07-30_09-14-59_AM.jpg
Die Rektifikation habe ich geschätzt. Die sollte man aber kennen. Sie hat doch einen deutlichen Einfluß darauf wie sich die Mengen verteilen.
Ich habe noch einige Liter 30%vol vom letzten Reinigungsbrand.
Den werde ich nochmal brennen und besonders auf die %vol Werte in den verschiedenen Phasen achten.
Daraus kann ich mit dem Simulator ja schnell die zugehörigen Rektifikationen ermitteln. Die werde ich mir aufschreiben.

Danach werde ich dann den Feinbrand der Schlehen durchführen. Ich bin gespannt wie ich mit der Beurteilung der Gläschen zurechtkommen werde. Vermutlich werde ich mir Hilfe holen.
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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von derwo » 30. Jul 2019, 10:21

Ich schätze, ohne großes Steigrohr hat Abschnitt 1 Rekt. 0.5, danach 0.3 und Abschnitt 4 dann 0.2 (wenn du dann schneller brennst). Mit Steigrohr vor allem am Anfang mehr.
Wäre interessant, mit deinen Ergebnissen rauszufinden, welche Rektifikation du laut dem Rechner hattest. Könnte auch eine Überraschung geben. Ich hab den Rechner auch noch nicht mit praktischen Werten versucht in Einklang zu bringen.

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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von azeotrop » 30. Jul 2019, 14:30

Bin mitten drin bei der Gläschenfüllerei. Das zieht sich.
208793C1-516C-4003-8539-717ECDA52EC4.jpeg
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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von aragones » 30. Jul 2019, 20:22

Viel Spaß und viel Erfolg bei der Verköstigung und Entscheidung der wohl größten Herausforderung bei dem Hobby die sensitive Abtrennung... neben der Gefahr sein bester Kunde zu werden 😜
Gruß Aragones
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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von azeotrop » 31. Jul 2019, 20:23

Das war eine ganz schöne Aktion.
So lief der Brand ab:

2 Gläschen Vorlauf. Das erste 37,5mL mit 78,4%, das zweite 40mL mit 80,7%
Hätte ich nicht erwartet daß das zweite stärker wird als das erste Glas.
1312mL Mittellauf mit 77,8%
1405mL Nachlaufkandidaten in 19 Gläschen aufgeteilt (von 74,4 bis 44,2%)
1331mL Nachlauf bis ca. 1%
2820mL blieben im Kessel.

Die Mengen sind doch etwas anders, als vom Simulator vorhergesagt.

Der Kesselrest schmeckte völlig geschmacklos, keine Säure und auch nichts anderes schmeckbar.

Ich habe dann von allen 21 Gläschen verdünnte Proben mit 38%vol hergestellt. (Mit unserem Rechner der die Kontraktion berücksichtigt).

Zu dritt haben wir dann mit einem Nosing-Glas verkostet und Listen geführt.
Das Destillat hatte ca. 23Grad Temperatur.
Vorlauf 1 hat nicht nach UHU gerochen aber irgendwie etwas chemisch, leicht fruchtig, scharf auf der Zunge - wurde entsorgt.
Vorlauf 2 roch fruchtig nach Schlehe und Bittermandel, schmeckte leicht scharf - wurde verwendet
Nachlauf Gläschen 1 bis 19 waren schwer in den Griff zu bekommen. Die Änderungen von Glas zu Glas waren minimal.
Zwischen 1 und 19 lagen aber Welten. Am Anfang in der Nase starke Aromen Schlehe und Bittermandel, am Ende Säure, muffig, modrig. Zunge, Gaumen und Rachen spürten am Anfang mehr Schärfe als gegen Mitte. Gegen Ende schmeckte es nur noch unangenehm.

Wir verwendeten letztendlich 1 bis 9 für den Mittellauf und gaben 10 bis 19 zum Nachlaufbehälter.
Bei 10 begann die Nase weniger Aromen wahrzunehmen, auf Zunge und Rachen wurde es aber milder. Ab 13 wurde der Geschmack "wässrig scharf", und ab 14 wurde der Geschmack unangenehm und schwer zu beschreiben. Der Geruch war zwischen 10 und 14 schwach, ab 15 muffig, ab 16 roch es nach Säure, danach roch es muffig modrig.

Als ich später die geleerten Gläschen spülen wollte, fiel mir auf dass manche direkt aus der Entfernung dufteten/stanken.
Unsere Entscheidung wurde bestätigt. Die leeren Gläser rochen von 1 bis 9 gut, von 10 bis 19 ausnahmslos unangenehm. Das war ohne Inhalt viel deutlicher als im gefülltem Zustand.

Ich habe von jeder Probe ca. 6mL geschluckt. Es sind doch fast 12cL geworden. :crazy: Gottseidank musste ich nicht mehr fahren. :angel:

Ich habe nun den Mittellauf mit den dazu geschütteten Inhalt der Gläschen im Glasballon ruhen lassen.
Wann soll ich in auf Trinkstärke verdünnen?
Die Maische hatte ca. 6 Monate gereift. Wie lange sollte ich das Destillat noch reifen lassen?

Mit dem Aroma bin ich bisher ganz zufrieden, auch der erwünschte Bittermandelton ist vorhanden.
Ich hatte ja alle Kerne mitgebrannt und befürchtet der Bittermandelgeschmack könnte zu stark werden. Das ist aber nicht der Fall. Es ist genau richtig.

Ich hoffe dass der Brand mit der Zeit im Rachen noch glatter wird. Ich denke da sind noch Säuren die erst mit den Alkoholen spielen wollen und Zeit brauchen. Von daher sehe ich die "Vorabreifung" der Maische eher skeptisch.
Es scheint aber auf den Vorlauf einen guten Einfluss gehabt zu haben.
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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von derwo » 31. Jul 2019, 22:12

Den Vorlauf und Mittellauf kann man mit dem Rechner gut nachvollziehen. Du hattest jeweils recht wenig Rektifikation, so 0.3. Überraschend wenig. Dann bei den Gläschen fällt der Alkoholgehalt überraschend stark ab. Das ist mit dem Rechner nicht reproduzierbar.
Für mich riecht es danach, daß du weniger % im Kessel hattest. Dann wäre dein Lauf auch mit dem Rechner reproduzierbar (30%, Rektifikation so 0.4). Du kannst vielleicht mal messen, wie viel Alkohol du nun insgesamt hast? Ob das zum Wert vor dem Brennen passt.

Schöne Beschreibung von den Gläschen.
Alles auf einmal zu testen, ist schwierig. Aber klar, du hattest gerade die anderen Nasen zur Verfügung.
Sicher lehrreich gewesen, so eine lange Spanne zu sammeln (74 - 44%). Aber wo das erste und letzte Gläschen landet, ist natürlich von vornherein eigentlich klar gewesen. Da hättest du ein paar mal 6ml sparen können. ;)

Füll dir ein kleines Fläschchen ab. Den Rest lagere weiter. Lagerung bringt viel. Aber deswegen nichts Selbstgebranntes zu haben, wäre ja schade. Verdünnen bringt Unruhe. Daher verdünne vielleicht zwei Fläschchen. Und wenn das erste leer ist, öffne die andere (die sich beruhigt hat) und verdünne dir eine für wenn die zweite alle ist (damit die sich dann beruhigt hat). Ist mir aber meist auch zu blöd. Wenn ich sagen wir 4.3l unverdünnten Mittellauf habe, lager ich 4l in Literflaschen, 0.3l verdünne ich und gebe sie in kleine Fläschchen. Wenn die ausgetrunken oder verschenkt sind, öffne ich eine der Literflaschen und verdünne den Inhalt und fülle ihn halt so ab, wie es gerade passt.

Leerraum lassen in den Flaschen halte ich für überschätzt. Die Flaschen sind ja so klein im Gegensatz zu großen Tanks. Es kommt in jedem Fall genug Sauerstoff in den Schnaps. Und Verdunsten tut auch genug. In dem Zimmer, wo meine Schnäpse lagern, ist das jedenfalls deutlich riechbar. Aber nicht ganz voll machen. Dann platzt dir die Flasche, wenn es mal 30°C hat. Ist mir schon passiert. Nur so 5mm Luft bis zum Deckel gehabt, irgendwann hab ich gesehen, daß die Flasche leer war und der Boden abgetrennt. Der Schnaps ist aber wohl irgendwie langsam rausgelaufen.

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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von azeotrop » 1. Aug 2019, 09:21

Ich hatte den Alkoholgehalt des Raubrandes mehrfach mit 2 Spindeln gemessen und temperaturkorrigiert 32,7%vol gemessen.
Wenn ich die Volumina und Alkohlgehalt aller erhaltenen Fraktionen berechne, addiere und ins Verhältnis setze berechne ich eine Akohol-Gehalt von 31.7%vol. Allerdings ist hier die Kontraktion nicht berücksichtigt.

Die Werte sind also plausibel und es kann nicht am Ausgangsalkoholgehalt liegen.
Allerdings erhalte ich als Summe aller Volumina nur 7,0235L statt der wirklichen 7,1L.
Aber das liegt sicher an den Messfehlern der Teilvolumina.

Ich habe hier mal die Daten in einem Open Office Calc Dokument zusammengeschrieben und noch die reinen Alkoholgehalte berechnet.
Schlehe2019Feinbrand.ods
(16.24 KiB) 4-mal heruntergeladen
Zuletzt geändert von azeotrop am 1. Aug 2019, 11:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von Seleni » 1. Aug 2019, 11:28

azeotrop hat geschrieben:
31. Jul 2019, 20:23

2 Gläschen Vorlauf. Das erste 37,5mL mit 78,4%, das zweite 40mL mit 80,7%
Hätte ich nicht erwartet daß das zweite stärker wird als das erste Glas.
1312mL Mittellauf mit 77,8%
1405mL Nachlaufkandidaten in 19 Gläschen aufgeteilt (von 74,4 bis 44,2%)
1331mL Nachlauf bis ca. 1%
2820mL blieben im Kessel.
Beziehen sich die Prozent-Angaben auf die Mischung in den Gläsern ?
Wann hast du jeweils die Gläschen gewechselt?

Das Bild am Anfang ist arg. da ist ja kein Tropfen Flüssigkeit mehr zu sehen :o

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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von azeotrop » 1. Aug 2019, 11:39

Seleni hat geschrieben:
1. Aug 2019, 11:28
azeotrop hat geschrieben:
31. Jul 2019, 20:23

2 Gläschen Vorlauf. Das erste 37,5mL mit 78,4%, das zweite 40mL mit 80,7%
Hätte ich nicht erwartet daß das zweite stärker wird als das erste Glas.
1312mL Mittellauf mit 77,8%
1405mL Nachlaufkandidaten in 19 Gläschen aufgeteilt (von 74,4 bis 44,2%)
1331mL Nachlauf bis ca. 1%
2820mL blieben im Kessel.
Beziehen sich die Prozent-Angaben auf die Mischung in den Gläsern ?
Ja, das ist der Gehalt pro Gläschen.
Wann hast du jeweils die Gläschen gewechselt?
Gewechselt immer alle 77,5 ml. Immer die gleiche Menge.

Das Bild am Anfang ist arg. da ist ja kein Tropfen Flüssigkeit mehr zu sehen :o
Da hatte ich mein neues Rührwerk mal getestet. Es war nichts im Kessel angebrannt.
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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von derwo » 1. Aug 2019, 12:00

azeotrop hat geschrieben:
1. Aug 2019, 09:21
Ich hatte den Alkoholgehalt des Raubrandes mehrfach mit 2 Spindeln gemessen und temperaturkorrigiert 32,7%vol gemessen.
Wenn ich die Volumina und Alkohlgehalt aller erhaltenen Fraktionen berechne, addiere und ins Verhältnis setze berechne ich eine Akohol-Gehalt von 31.7%vol. Allerdings ist hier die Kontraktion nicht berücksichtigt.

Die Werte sind also plausibel und es kann nicht am Ausgangsalkoholgehalt liegen.
Allerdings erhalte ich als Summe aller Volumina nur 7,0235L statt der wirklichen 7,1L.
Im Prinzip wird nur der Abfall der % bei den Gläschen später berechnet.
Sowohl etwas weniger vol% als auch liter im Kessel würden das korrigieren. Wenn man 31.7% und 7.0235l eingibt, dann schaut es richtig gut aus.
Und hast du die Spindel im ganzen Bereich getestet? Also auch bei so 75%? Falls der Alkgehalt bei angezeigten 75% in Wirklichkeit zB 76% wäre, würde der Rechner auch besser stimmen. Bei den Nachlaufgläschen wäre dann weniger Alk übrig, die % würden also schneller fallen.

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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von azeotrop » 1. Aug 2019, 12:17

Ja, ich merke gerade die gleiche Erscheinung beim Simulator.
Relativ geringe Abweichungen der Kesselstärke und Menge haben ganz gravierende Auswirkungen auf den Simulator.
Da kann ich die Hand nicht ins Feuer legen, ob ich die Spindel auf ein halbes % genau abgelesen habe.
Ich hatte nicht damit gerechnet dass das wichtig sein könnte.
Aber zumindest ist das lehrreich.
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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von derwo » 1. Aug 2019, 13:06

azeotrop hat geschrieben:
1. Aug 2019, 12:17
Ich hatte nicht damit gerechnet dass das wichtig sein könnte.
Ist es denn wirklich wichtig? :lol:
Wirst du wirklich irgendwann mal Schlehenschnaps schlürfend in deinem Ohrensessel sitzend denken: "Mensch, hätte ich damals nur genauer auf die Spindel geschaut."

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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von azeotrop » 1. Aug 2019, 13:53

Stimmt schon.
Aber ich bin halt so. Wenn ich einen 8mm Bohrer nehme soll das Loch 8mm werden.
Aber nun entspanne ich mich. Heute Abend gibt es ein kleines Fläschchen gekühlten Schlehenbrand mit 40%.
Das wird mich versöhnen.
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Re: Schlehenmaische Feinbrand - Abtrennpunkte

Beitrag von derwo » 1. Aug 2019, 15:15

Du hast also so bei 67 oder 67.5vol% den Mittellauf beendet.
Und ich hab in der ods noch berechnet, daß du 69.6% des Alkohols als Mittellauf rausbekommen hast.
Könnte sein, daß etwas später abtrennen auch gut gewesen wäre. Ich glaube nicht, daß es besser gewesen wäre, aber vielleicht gleich gut.

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