PTFE Dichtung als Meterware

Selbstbau und Kauf von Destillen. Diskussionen über Bauweisen und Materialien
Antworten
Benutzeravatar
azeotrop
Beiträge: 363
Registriert: 26. Okt 2018, 21:17

PTFE Dichtung als Meterware

Beitrag von azeotrop » 20. Okt 2019, 10:04

Ich habe bisher den Deckel meines Kessels mit PTFE Gewindedichtband solange umwickelt bis eine Dichtungslippe genügender Dicke entstanden war.
Funktioniert prima.

Nun habe ich etwas besseres entdeckt PTFE-Flachdichtungsband einseitig selbstklebend, 3 mm bis 20 mm Breite https://ebay.us/R89b7x
Ich habe die Variante mit 7 mm Breite und 2,5 mm Dicke genommen.

Es ist reiner PTFE Schaum der in Längsrichtung bereits gereckt ist. Das Bedeutet dass er sich in Längsrichtung kaum mehr ziehen lässt, in der Breite und Höhe aber weich bleibt.

Den habe ich einfach auf den Rand des Deckels geklebt. Anfang und Ende habe ich schräg überlappend geschnitten.
Der Kleber dient nur als Montagehilfe und hat sich bisher trotz Hitze und Alkohol nicht gelöst oder anderweitig störend bemerkbar gemacht.
Man kann das Band aber auch ohne Kleber kaufen.

Damit kann man auch Flansche oder andere flache Kontaktflächen leicht mit einer Dichtung versehen.
IMG_5234.jpeg
IMG_5235.jpeg
Es grüßt Azeotrop
"Doubt not, therefore, sir, but that distilling is an art, and an art worth your learning."
(Nixon & McCaw)

Benutzeravatar
BenDunker
Beiträge: 109
Registriert: 29. Aug 2019, 12:22
Wohnort: Neuseeland

Re: PTFE Dichtung als Meterware

Beitrag von BenDunker » 20. Okt 2019, 12:18

Die Dichtung ist Klasse, aber dein Rührwerk ist auch sehr interessant! Hast du darüber hier mal geschrieben?
Die Bitterkeit der schlechten Qualität bleibt lange nach dem Vergessen der Süße des niedrigen Preises bestehen.
- Benjamin Franklin

Benutzeravatar
derwo
Beiträge: 680
Registriert: 20. Okt 2018, 21:35

Re: PTFE Dichtung als Meterware

Beitrag von derwo » 20. Okt 2019, 15:24

Ich hatte auch mal aus Neugier ein bisschen was gekauft. Ein flaches mit Klebestreifen und ein rundes ohne.
Schlussendlich hab ich keinen Einsatzbereich gefunden, wo es besser ist als Teflonband oder Mehlpampe. Dieses "expandierte" oder "extrudierte" PTFE ist nur einmal elastisch. Einmal zusammengedrückt bleibt es zusammengedrückt. Und ohne Klebestreifen (welcher ja schon ein bisschen eklig ist) haftet das überhaupt nicht. Man kann es aber gut für eine Flanschdichtung nehmen. Allerdings auch nicht besser als Mehlpampe oder auch gekochte oder eingeweichte Spaghetti. Für eine Topfdeckeldichtung braucht man den Klebstreifen. Es presst sich aber dann so zusammen, daß es beim zweiten mal Benutzen auch nicht besser ist als normales Teflonband.

Benutzeravatar
azeotrop
Beiträge: 363
Registriert: 26. Okt 2018, 21:17

Re: PTFE Dichtung als Meterware

Beitrag von azeotrop » 20. Okt 2019, 17:00

Ben

Über mein Rührwerk habe ich hier geschrieben:
viewtopic.php?f=24&t=325&p=4082&hilit=r ... werk#p4045
Bin aber schon wieder am Umbauen. Das Innenrohr wird gleichmässig dünn werden.
Es grüßt Azeotrop
"Doubt not, therefore, sir, but that distilling is an art, and an art worth your learning."
(Nixon & McCaw)

Antworten