Dreierlei vom Dunder

Alkohol aus Zuckerrohrmelasse, Rohrzucker oder Zuckerrohrsaft
TropicDunder
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Re: Dreierlei vom Dunder

Beitrag von TropicDunder »

:+1: Danke dir für diesen äußerst Informativen Beitrag.

Mittlerweile habe ich auch meinen Weg in die einschlägigen Homebrew Foren gefunden. Worauf hab ich mich da nur wieder eingelassen ... :doh:

Ich könnte mir vorstellen, dass die simple Methode sogar erstmal interessanter für die Rumproduktion ist. Eine Melange aus verschiedenen Hefen und Bakterien sollte geschmacklich jedenfalls breiter aufgestellt sein als wahllos isolierte Einzelstämme. Wobei S. Plombe frisch vom Zuckerrohr wäre natürlich schon toll.
Ich werde wahrscheinlich beides machen.
Spricht etwas dagegen mit der ersten Methode anzufangen und die Petrischalen später mit diesem Starter zu beimpfen? Ich könnte mir vorstellen, dass schon bei der Starterbereitung manche weniger schnelle Hefen von S. cerevisiae verdrängt werden. Plombe soll ein langsamer Starter sein.

Das wäre ja im Prinzip eine Vergärung nach Agricole Art, wo der Zuckerrohrsaft beim pressen über die Schale des Zuckerrohrs läuft.

Warum würdest du einen Gärspund bei der ersten Methode benutzen? Ich dachte Hefestarter werden nur lose mit Alufolie oder Watte abgedeckt. Würdest du sie direkt auf die Magnetrührplatte setzen?

@derwo das Bier stammt tatsächlich von einer polnischen Craftbrauerei, ist also nur im "afrikanischen" Stil gebraut. Ich weiß auch nicht ob es filtriert ist.
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derwo
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Re: Dreierlei vom Dunder

Beitrag von derwo »

Einen Gärspund würde ich benutzen, damit keine anderen Organismen reinkommen. Ganz zu verhindern ist es natürlich nicht. Denn dann bräuchte man ja sterilisierte Luft. Aber wenigstens gröberen Staub und Insekten kann man mit einem Gärspund aussperren.
geHeimBrenner
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Re: Dreierlei vom Dunder

Beitrag von geHeimBrenner »

TropicDunder hat geschrieben: 1. Okt 2021, 15:15 Spricht etwas dagegen mit der ersten Methode anzufangen und die Petrischalen später mit diesem Starter zu beimpfen?
Nein, das ist kein Problem. Funktioniert ganz gut und vermindert sogar noch die Schimmelgefahr, da kein zusätzliches organisches Material (Zuckerrohr-Reste) mit auf den Nährboden kommt.
TropicDunder hat geschrieben: 1. Okt 2021, 15:15 Warum würdest du einen Gärspund bei der ersten Methode benutzen? Ich dachte Hefestarter werden nur lose mit Alufolie oder Watte abgedeckt. Würdest du sie direkt auf die Magnetrührplatte setzen?
Einerseits aus dem von derwo schon genannten Grund, damit sich da nichts Ungewolltes mit hineinverirrt. Auf der anderen Seite auch zum Schutz vor einer vorzeitigen Kahmhefe-Infektion. Die tritt nämlich - zumindest gefühlt, kann ich auf die Schnelle aber nicht mit Daten belegen - unter Sauerstoff-Abschluss seltener bis überhaupt nicht auf.
TropicDunder
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Re: Dreierlei vom Dunder

Beitrag von TropicDunder »

Aloha zusammen,

habe gerade meinen Worten Taten folgen lassen und den Zuckerrohr Starter auf den Weg gebracht. Das Zuckerrohr kommt aus Spanien, ist Bio-Zertifiziert und wurde vor weniger als einer Woche geerntet. Also frisch vom Feld, dass sieht man auch, es hatte einige Anhaftungen welche ich natürlich nicht entfernt habe. Ich habe 1 1/2 Stücke in 1l Maische mit einem SG von 1.020 versenkt. Die Maische habe ich vorher kräftig belüftet, nun steht sie auf der Wärmematte bei konstanten 26oC.

Bei Meiner Hauptmaische hat sich seit dem 3. Tag nach Anstellung nichts mehr getan. Immer noch 8,8% bei einem pH von 5,1. Der Geschmack/Geruch hat sich auf jeden Fall noch verändert, ich bin sehr gespannt. Vielleicht gibt es am Wochenende 2 Stripping Runs damit ich direkt die nächste Maische ansetzen kann.
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