Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Häufig fängt ein Thema damit an, daß sich jemand eine Destille kaufen möchte, aber im Laufe der Diskussion wandelt sich der Plan in Richtung Selbstbau.
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derwo
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von derwo »

Die höhere geht auch. Isolieren solltest du halt die Kolonne mit Rohrisolierung zum Beispiel. Zumindest für Raubrände.
Die kurze schräge ist vielleicht praktischer, um einen Destillatsbehälter drunterzustellen. Bei der senkrechten musst du halt was basteln, außer du willst dein Destillat durch irgendwelche Schläuche leiten oder deinen Destillatsbehälter auf den Destillendeckel stellen.
Es gibt solche modulare Systeme halt wesentlich billiger auf aliexpress. Da kenne ich mich aber nicht so gut aus. Aber das hier https://de.aliexpress.com/item/1005004462112335.html hat deutlich mehr zu bieten.
Das hast du alles für eine Potstill und eine zumindest kurze CM-Refluxdestille.
Viele hier kaufen sowas und haben außer der Wartezeit der Lieferung nur selten was zu bemängeln. stilldragon lässt die Teile sicher auch in Fernost herstellen.
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azeotrop
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von azeotrop »

Wenn man statt des 180 Grad Bogens zwei 90 Grad Bögen nimmt kann man den Neigungswinkel stufenlos verändern.
Nachtrag: So wie auf Derwos Link
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Alk52
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von Alk52 »

azeotrop hat geschrieben: 3. Jan 2024, 15:23 Ein Topf muss auch nicht hoch gefüllt sein. Er darf nur nicht trocken gebrannt werden. Ein paar cm Flüssigkeit müssen nach dem Brand noch im Kessel sein. Wer nicht sparen muss kauft hochwertige Töpfe mit gleichem Durchmesser, aber unterschiedlicher Höhe die den gleichen Deckel verwenden.
Moin und ein gutes Jahr 2024 für alle.
Bei gleichem Durchmesser habe ich immer die gleiche Resthöhe, da hilft am Ende die unterschiedliche Höhe überhaupt nicht weiter.
Nichts ist ohne Grund.
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derwo
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von derwo »

Hm, verstehe ich nicht. Töpfe mit gleichem Durchmesser aber verschiedener Höhe haben doch klar den Vorteil, verschiedene Mengen destillieren zu können. Zumindest, wenn man die passive Rektifikation in einem fast leeren Topf als Problem empfindet. Wenn nicht, dann hast du recht, falls du das so meinst.
Alex_69
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von Alex_69 »

Ich danke Euch!
Ich hab mal was bestellt. Auch Töpfe, 2,5 Liter, 5 Liter und 17 Liter. Letzter will ich für Raubrände aus meinen Eimern machen (sind ca 12 Liter Maische drin). Ich habe ein Induktionsherd gefunden, da m.E. nicht pulst mit 3,5 kW https://www.metro.de/marktplatz/product ... 1197481938, und nun überlege ich schon weit und breit wie ich das Rührwerkzeug bauen soll. Habe schon viel von euch gelesen, noch raucht der Kopf. Doch, wenn ich es richtig verstehe, sollt man mit 1 Hz rühren, dabei mit Ketten den Boden abfahren. Ich meine Azeoptrop hat so ein Farbmisch-Rotor genommen, oder war es zum zementmischend. Gibt es sowas aus Edelstahl?

Das Anbringen am Deckel, den lass ich aus Edelstahl machen und ausschneiden, ist mir noch. nicht klar, wie auch die gasdichte Kupplung in den Topf. Habe eure geniale Ideen mit dem Tauchrohr gesehen, aber mir fehlt noch die Phantasie es zu verstehen. Habt ihr eine Skizze davon? Beim Motor habe ich schon was bei Ali bestellt...

Herzlichst,

Alexander
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Alchemist
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von Alchemist »

Hier ein Wort der Sicherheit:
Also mit deiner Heizplatte musst du halt wirklich sehr aufpassen. 3500 Watt ist schon eine Hausnummer. Das sind bei Volllast knapp 15A. Haltet das dein Leistungsschutzschalter aus? Halten das deine Leitungen aus? Da darf auf der gleichen Sicherung absolut nichts mehr laufen. Vor allem werden unter Volllast deine Zuleitungen gewaltig heiß. Dem LS wirds ziemlich egal sein, da <16A, aber die Leitungen könnten da schon etwas davon abbekommen. Da braucht nur irgendwo die Isolierung beleidigt worden sein oder eine Klemme etwas locker.
Gerade beim Aufheizen wird halt gern die volle Leistung gefordert. Ich find es schon etwas verrückt, dass 3.5 kW auf 230V laufen darf.
Alex_69 hat geschrieben: 9. Jan 2024, 21:41 sollt man mit 1 Hz rühren, dabei mit Ketten den Boden abfahren. Ich meine Azeoptrop hat so ein Farbmisch-Rotor genommen, oder war es zum zementmischend. Gibt es sowas aus Edelstahl?
Ja, etwa 1 Hz ist ausreichend. Die meisten verwenden einen Front Scheibenwischermotor.
Ich hab das hier mal abgefragt: viewtopic.php?t=1117
Azeotrop hat schließlich auch auf den Scheibenwischer Motor gewechselt, da kompakter und genauso effizient.
Alex_69
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von Alex_69 »

Hallo Alchemist,

vielen Dank für den Sicherheitshinweis.Habe ich echt übersehen. Im Keller habe ich einen Drehstromanschluss 16A. Kann ich dort das gerät über einen Stromverteiler, wie zB. https://www.conrad.de/de/p/brennenstuh ... qsQAvD_BwE betreiben? Oder doch besser zurück geben und was auf Drehstrombasis besorgen?
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azeotrop
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von azeotrop »

Ich verwende auch diesen Stromverteiler in meinem Brennkeller.
Für das Tauchrohr mache ich dir gerne im Laufe des Tages eine Skizze. Ist ganz simpel.
Das mit dem Mörtelrührer war eine Fingerübung. Hat prima funktioniert, braucht aber viel zu viel Platz.
Derzeit verwende ich einen Scheibenwischermotor.
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azeotrop
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von azeotrop »

Hier ist eine grobe Skizze
IMG_2910.jpeg
Dadurch dass das Steigrohr unten immer in Flüssigkeit steht, kann kein Dampf nach oben steigen.
Mit dem angelöteten TriClamp Deckel und einer PTFE Dichtung ist das Ganze so weit gasdicht, obwohl das obere Ende des Rohres offen ist.

Hier noch eine Skizze wie man dann den Motor montieren könnte. Da gibt es tausend Möglichkeiten. Wenn dich ein Mechaniker unterstützen kann, wird er leicht eine eigene Lösung finden.
Den TriClamp Stutzen für das seitliche Steigrohr habe ich nicht gezeichnet.
IMG_2911.jpeg
Kannst du damit was anfangen?
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Alchemist
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von Alchemist »

Sehr anschauliche Skizze.

Es gibt auch Lösungen, wo der Dampf koaxial zur Welle des Rührwerks geführt wird. Aber das ist etwas komplizierter in der Bauweise. Die getrennte Methode ermöglicht dir halt mehr Möglichkeiten.
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azeotrop
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von azeotrop »

Ich habe ja so eine koaxiale Bauweise realisiert. Schöne Fingerübung, aber nicht notwendig. Das Steigrohr für den Dampf muss ja nicht mittig sitzen.
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Alex_69
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von Alex_69 »

Hallo Azeotrop,

super ich danke dir. Das Konzept ist spannend!
Die Drehachse ist nicht gelagert oder, also "wackelt" im Steigrohr rum? Kommen keine Scherkräfte vor, wenn die Maische sehr dicht ist oder kerne den Rotor zur Seite treiben?? Oder ist es gewollt?
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azeotrop
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von azeotrop »

Solange der Rührarm symmetrisch ist, treten kaum seitliche Kräfte auf. Die Maische ist ja ziemlich homogen. Ich würde den Luftspalt zwischen Achse und Tauchrohr allerdings nicht so groß machen wie auf der Skizze. Es darf aber durchaus genügend Platz sein damit nichts streift und klemmt. Das ist ziemlich unkritisch.
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derwo
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von derwo »

Wenn man die Durchführung beispielsweise aus einem 12mm-Kupferrohr, also mit 10mm Innendurchmesser, macht und die Achse aus einem 10mm-Rohr, dann wird man sehr lange daran rumschleifen müssen, bis sich das beim Destillieren nicht festfrisst. Ich würde rundherum so 0.5mm Spalt anpeilen.
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aragones
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von aragones »

Mein Hinweis:
Ich hab ein 12 mm Kupferrohr als Führung ( also innen nominal 10 mm) und ein 10 mm Edelstahlrohr ( verschlossen) als Drehachse und hab da nix geschliffen. Funktioniert problemlos. (Harte Welle und weiches Lager .. wie in jedem Verbrennungsmotor)

Der Motor steckt bei mir "freifliegend" auf der Welle (ohne feste Verschraubung mit dem Deckel) und stützt sich nur am parallel/ koaxial ausgeführten Steigrohr ab. Dadurch hab ich hab keine axiale Verspannung bzw Versatz zwischen Motor und Welle.
Habe die Ehre Herr Geheimbrannt!
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derwo
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von derwo »

Interessante Info. Hab immer nur Kupferrohre gehabt bei meinen zwei Rührwerksbauten.
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Dr.Cooper
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von Dr.Cooper »

derwo hat geschrieben: 10. Jan 2024, 13:40 Wenn man die Durchführung beispielsweise aus einem 12mm-Kupferrohr, also mit 10mm Innendurchmesser, macht und die Achse aus einem 10mm-Rohr, dann wird man sehr lange daran rumschleifen müssen, bis sich das beim Destillieren nicht festfrisst. Ich würde rundherum so 0.5mm Spalt anpeilen.
Wenn dem so sein sollte und die Welle recht stramm bzw. mit zuviel Wiederstand in dem Rohr sizt kann man auf der Drehbank von der Welle auch einen Span runter drehen so das sie frei läuft.
Diese Überlegungen habe ich schon länger weil ich ebenfalls mit einem Rührwerk liebäugel.
Als gute Bezugsquelle für solche Artikel kann ich diese Firma empfehlen https://www.wilmsmetall.de/?page=bin/pr ... VhITQ3OA==#
Dem Destillatör ist nix zu schwör :dontknow:
Tom
Alex_69
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von Alex_69 »

Hallo, ich danke Euch für die vielen Tipps! Ich habe mal eine erste Skizze angefertigt, anlehnen an Eure Tipps.
topf-11.jpg
Ich habe dazu ein 17-Liter-Edelstahl Topf gewählt, damit meine ca 12-14 Liter Maische gut rein passen.
Ich nehme für den Deckeln Edelstahl 1,5 mm stark, zentrisch für das Rührwerk wird ein 3/4" Triclamp Flansch angeschweißt, azentrisch ein 2" Triclamp Flansch für das Steigrohr. Auch azentrisch kommt eine Temperaturfühlerhülse aus Edelstahl mit G1/2" Gewinde hin. Über eine Edelstahlstange (Durchmesser 10 mm) wird mit ein Wischblatt aus Edelstahl, 1,5 mm die Maische Gerührt. Als Motor habe ich ein 24V Motor gemäß Azeotrops Vorschlag mit 150 U/min gewählt, regelbar.
Mir ist aktuell noch nicht klar, ob ich die Edelstahl-Stange ansägen soll (1,5 mm breit) und das Wischblatt darin festspanne, oder besser auch dies anschweissen lassen.
Zuletzt habe ich noch keine Idee, 1. welche Kette aus Edelstahl zum freihalten des Topfbodens von der Maische (Anbrennschutz) ich einbringen soll, 2. wie lange diese sein muss und wo ich diese an dem Wischerblatt befestigen soll (an den äußersten Enden?)? Habe gelesen, dass die Kette bei der Rotation ein Yin-Yang Muster erzeugen soll... Ach ja, wie weit vom Topfboden und Rand soll das Wischblatt sich befinden? Direkter Kontakt ist bestimmt falsch.
Könnt Ihr mir dabei weiter helfen?
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azeotrop
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von azeotrop »

Ich würde die zentrale Tri-Clamp Verbindung auch 2 zoll machen.
Wenn du mal eine längere mit Packung gefüllte Kolonne für Neutralalkohol aufsetzen willst, brauchst du ja kein Rührwerk. Dann kannst du die Kolonne zentral montieren. Da die Kolonnen ja schwerer sind, wäre mir eine zentrale Montage lieber.
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von Dr.Cooper »

Alex_69 hat geschrieben: 13. Jan 2024, 15:10 ..................
Zuletzt habe ich noch keine Idee, 1. welche Kette aus Edelstahl zum freihalten des Topfbodens von der Maische (Anbrennschutz) ich einbringen soll.
Ich würde zu etwas greifen, so dünn wie möglich und die Glieder auch kurz halten weil dann "der Motor weniger an der Kette zerren muß" und mehr Leistung fürs Maischrühren übrig bleibt.
https://www.edelstahl24.com/edelstahlke ... edrig.html

Übersicht der in diesem Shop lieferbaren Ketten >> https://www.edelstahl24.com/catalogsear ... stahlkette
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von Alchemist »

Bei der Dichtung bitte kein Silikon verwenden. PTFE bzw. Teflon ist das einzige, dass unbedenklich gegenüber Alkoholdämpfen ist. Siehe auch hier: viewtopic.php?t=186
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azeotrop
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von azeotrop »

So sieht mein Rührarm derzeit aus. Den Quirls in der Mitte braucht man eigentlich nicht. Der ist bei der Evolution einfach übrig geblieben.
Ganz unten habe ich eine Hutmutter angebracht auf der der ganze Rührarm ruht und auf dem Topfboden fast reibungsfrei läuft.

Hier sind Fotos mit Dimensionen.

IMG_2972.jpeg
IMG_2974.jpeg
IMG_2975.jpeg
IMG_2976.jpeg
IMG_2977.jpeg
IMG_2978.jpeg
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von Alex_69 »

Danke Dir für die Abmessungen, Azeotrop. In deinem Beitrag https://hobbybrennen.ch/viewtopic.php?t=325hast Du ja gezeigt, dass man mit deinem Rührer bis zum Pastösen rühren kann, ohne das was anbrennt!
Eine Frage: ist die Welle nach oben hin beweglich? Ich meine ja, wenn ich die Motorkupplung richtig verstehe. Wieviel spiel sollte sein?
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derwo
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von derwo »

Alex, was genau ist das für ein Motor? Warum kein Scheibenwischermotor?

Ich habe einfach 1m Kette gekauft. Die lege ich dreimal längs zu meinem Rührergestänge. Das Gewicht der Konstruktion drückt sie ein bisschen nach unten. Ich glaube daß das gut so ist.
Stimmt, ergibt dann Yin & Yang.

Je größer die Flügel des Rührwerks desto eher wird die Maische als ganzer Block im Topf gedreht anstelle durchmischt. Ich würde gar keine Flügel machen. Nur ein Gestänge für die Kette.
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Re: Neue Destille gesucht: wo anfangen?

Beitrag von azeotrop »

Alex_69 hat geschrieben: 13. Jan 2024, 18:50 Eine Frage: ist die Welle nach oben hin beweglich? Ich meine ja, wenn ich die Motorkupplung richtig verstehe. Wieviel spiel sollte sein?
Ich habe es so gebaut dass die Welle nach oben ausweichen kann, falls sich mal ein Zwetschgenkern drunter klemmen möchte. Es reicht also wenn man 10 mm Bewegungsfreiheit hat. Andere Foristen haben starre Verbindungen gebaut und hatten bisher noch keine Probleme. Ich tendiere oft dazu Probleme zu vermeiden die vielleicht gar nicht auftreten würden.
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