Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Getreide auswählen, maischen, vergären und brennen
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azeotrop
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von azeotrop »

derwo hat geschrieben: 8. Mär 2023, 16:04 Von der zweiten Charge hast du keinen Nachlauf?
Da konnte ich wundersamerweise alles verwenden und es blieb nichts übrig.
derwo hat geschrieben: 8. Mär 2023, 16:04 Wirst du Vorlauf abtrennen diesmal? Rektifiziert?
Ja, diesmal mit Rektifikation
derwo hat geschrieben: 8. Mär 2023, 16:04 Allgemein, was meinst du inzwischen über mein Tipp, keinen Vorlauf abzutrennen?
Ich warte mal ab wie der rektifizierte Vorlauf sich schlägt.
Ich nehme auf jeden Fall mehrere Gläschen und entscheide nach dem Brand.
Wenn ich nichts wirklich böses dabei finden sollte, kann der gerne mit rein.
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derwo
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von derwo »

Nimm vor allem sehr kleine Gläschen.
Was böses wirst du schon finden. Ob es draussen bleiben muss, ist dann trotzdem nicht ganz geklärt.
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azeotrop
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von azeotrop »

Ich werde es vor der Entscheidung hier posten und um Rat fragen.
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azeotrop
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von azeotrop »

Der zusätzliche Feinbrand (insgesamt dritter Brand) für die nicht abgepresste Variante ist nun durch.
Im Kessel befanden sich 4923g mit 32,1 gew%, entsprechend 1582 g Ethanol.
Als Destillat habe ich 2641g mit 57,5 gew%, entsprechend 1519g Ethanol geerntet.
Im Kessel verblieben 2080g mit 0,18 gew%, entsprechend 3,8 g Ethanol.
Es sind also 59g Ethanol (203g mit 29 gew%) verschwunden. Die Destille ist aber vollkommen dicht.

Ich habe in Gläschen aufgefangen:
  • mit starkem Reflux und 2200W el. Leistung
    7 Portionen zu je 8,75g (V1 bis V7)
  • ohne Reflux mit 1100W el. Leistung
    4 Portionen zu je 43,6 g (A bis D)
    14 Portionen zu je 171,8g (1 bis 14)
Das letzte Gläschen hatte nur noch 6,6 gew%.

Für die Verkostung habe ich kleine Proben auf ca. 35 %vol verdünnt und mehrfach verkostet.
Nummer Geruch Geschmack
V1chemischscharf
V2chemischscharf
V3chemischscharf
V4neutralscharf
V5neutralscharf
V6neutralmittelscharf
V7neutralmittelscharf
Aneutralmittelscharf
Bneutralmittelscharf
Cleicht Getreidemittelscharf
Dleicht Getreidemittelscharf
1leicht Getreidemittelscharf
2leicht Getreideleicht scharf
3leicht Getreideleicht scharf
4leicht Getreidemittelscharf
5Getreideneutral
6Getreideneutral
7Getreideneutral
8Getreidemittelscharf
9Getreidemittelscharf
10leicht Getreidemittelscharf
11leicht Getreideleicht scharf
12leicht Nachlaufneutral
13neutralneutral
14neutralneutral



Meine Meinung:
Ich würde V1 bis V4 verwerfen, ebenso 12 bis 14
V5 bis 11 würde ich verwenden.
Dies ergäbe 2084 g mit 66,92 gew% (74,2 vol%), entsprechend 1394 g Ethanol.
Das wären 88,2% des Ethanol aus dem Kessel und 62,9% des gesamten vorhandenen Ethanols aus dem Rauhbrand.

Wie würdet ihr abtrennen? Ich warte noch auf eure Meinung bevor ich mische.

Was mich wundert:
Bei den paar Getreidebränden die ich gemacht habe fällt mir auf dass der typische Nachlaufgeruch und Geschmack fehlt. Die letzten Gläschen schmecken eher wie destilliertes Wasser, keinesfalls nach Nachlauf wie ich es von Obstbränden kenne.
Eine merkliche Schärfe taucht bei den ersten Gläschen auf und ist bis Gläschen 4 vorhanden (die ersten 15 Gläschen).
Ohne Schärfe sind nur 3 Gläschen (5 bis 7)
Danach taucht ab Gläschen 8 wieder eine merkliche Schärfe auf.
Bei 12 bis 14 schmeckt man das nicht mehr weil es fast nur noch Wasser ist.
Diese Schärfe kenne ich auch nicht von den Obstbränden.
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derwo
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von derwo »

Da war im Kessel ja Mittellauf (ohne Vorlaufschnitt, also mit Vorlauf) aus einem Doppelbrand, gell? Also Nachlauf hattest du schon mal abgetrennt. Aber verdünnt hast du alles, sonst wären es ja nicht nur 32.1gew%.
Somit ist das halt schwer, dir was zu empfehlen. Denn das alles ist ja insgesamt recht ungewöhnlich abgelaufen. Deine Tabelle betrachtend verstehe ich, warum du die Schnitte dort machen willst, wo du sie machen willst.
Falls 11-14 einfach nur deswegen nicht scharf im Geschmack sind, weil der Alkoholgehalt so niedrig ist, kann man auch weiterhin behaupten, daß die Schärfe pro Alkohol stetig zunimmt ab so Glas 8. Das erwartet man ja eigentlich.

Insgesamt 62.9% Ausbeute, das klingt jedenfalls vernünftig. Vielleicht ist es auch etwas mehr, wegen den fehlenden 59g Ethanol.

Der Nachlauf von Obst ist normalerweise schlimmer, das stimmt. Das sieht man auch oft. Also der Nachlauf von Obst ist oft milchig trüb. Auch daß der Mittellauf verdünnt etwas trüb ist, das passiert eigentlich nur bei Obst, nie bei Getreide.
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Alchemist
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von Alchemist »

Wie lange hast du mit dem Verkosten nach dem Brennen gewartet?
Warum erst ab V5 und nicht schon ab V4 verwenden? Sind ja beide von deiner Wahrnehmung her dasselbe. Oder befürchtest du, dass du die anderen Nuancen dadurch zu sehr abdeckst?


Wohin der restliche Ethanol verschwunden ist, würd mich interessieren. Ist das schonmal vorgekommen?
--> ich überleg grad. wenn das öfters auftaucht, dann hast du auf jeden Fall eine Undichtheit. Wäre dann ein systematischer Fehler.
--> wenn das zum ersten Mal auftritt, hast du entweder eine neue undichte Stelle erzeugt, oder die vorangegangene Messung war fehlerhaft. Anders kann diese Abweichung sonst ja nicht zustande kommen?
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azeotrop
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von azeotrop »

derwo hat geschrieben: 15. Mär 2023, 15:43 Da war im Kessel ja Mittellauf (ohne Vorlaufschnitt, also mit Vorlauf) aus einem Doppelbrand, gell? Also Nachlauf hattest du schon mal abgetrennt.
Auch beim ersten Feinbrand (zweiter Brand) gab es kaum Nachlaufgeruch. Ich hatte damals einfach alles unter 40% im Gläschen weggelassen. So gesehen hatte ich Nachlauf abgetrennt.
derwo hat geschrieben: 15. Mär 2023, 15:43 Aber verdünnt hast du alles, sonst wären es ja nicht nur 32.1gew%.
Genau. Sonst wäre das Destillat im dritten Brand sehr stark geworden und beim dritten Feinbrand der abgepressten Charge hatte das Verdünnen geholfen.
derwo hat geschrieben: 15. Mär 2023, 15:43 ...... kann man auch weiterhin behaupten, daß die Schärfe pro Alkohol stetig zunimmt ab so Glas 8
Nein, im Gegenteil. Die Schärfe ist unabhängig von der Destillatstärke. Sie tritt bei 95vol% genauso auf wie bei 60vol%. Zwischen 77 und 74 vol% ist keine Schärfe vorhanden. Die Verkostungsproben waren natürlich alle auf 35vol% verdünnt. Ich muss aber sagen dass ich früher nie so detailliert verkostet hatte wie diesmal.
Falls es dich interessiert kann ich die Gläschen %% in der Tabelle nachtragen.
derwo hat geschrieben: 15. Mär 2023, 15:43 Insgesamt 62.9% Ausbeute, das klingt jedenfalls vernünftig. Vielleicht ist es auch etwas mehr, wegen den fehlenden 59g Ethanol.
Ja, das beruhigt mich auch ein wenig.
derwo hat geschrieben: 15. Mär 2023, 15:43 Der Nachlauf von Obst ist normalerweise schlimmer, das stimmt.
Für mich ist das alles Neuland und ich lerne viel bei diesem Projekt.
Das wird sicher nicht mein letzter Getreidebrand gewesen sein.
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von azeotrop »

Alchemist hat geschrieben: 15. Mär 2023, 16:01 Wie lange hast du mit dem Verkosten nach dem Brennen gewartet?
Erste Verkostung am dritten Tag, die zweite am vierten Tag nach dem Brand.
Alchemist hat geschrieben: 15. Mär 2023, 16:01 Warum erst ab V5 und nicht schon ab V4 verwenden? Sind ja beide von deiner Wahrnehmung her dasselbe.
Da hast du recht. Ich habe mich da vertan. Ich werde nur V1 bis V3 verwerfen. An der Alkoholausbeute wird das nicht viel ändern. Es sind ja nur knapp 9 g.
Alchemist hat geschrieben: 15. Mär 2023, 16:01 Wohin der restliche Ethanol verschwunden ist, würd mich interessieren.
Das glaube ich gerne. Die Destille ist dicht. Ich habe sie nach dem Brand noch vor dem Öffnen mit Überdruck geprüft.
Ein kleiner Teil Alkohol könnte noch in der Packung aus Edelstahlschrubbern und an der gesamten Oberfläche der Destillenbauteile hängen.
Alchemist hat geschrieben: 15. Mär 2023, 16:01 Ist das schonmal vorgekommen?
Sowas kommt ständig vor. Es macht sich nur selten jemand die Arbeit alles so detailliert zu bilanzieren.
Du kannst ja mal damit anfangen das zu tun.
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von derwo »

azeotrop hat geschrieben: 15. Mär 2023, 18:24
derwo hat geschrieben: 15. Mär 2023, 15:43 ...... kann man auch weiterhin behaupten, daß die Schärfe pro Alkohol stetig zunimmt ab so Glas 8
Nein, im Gegenteil. Die Schärfe ist unabhängig von der Destillatstärke. Sie tritt bei 95vol% genauso auf wie bei 60vol%. Zwischen 77 und 74 vol% ist keine Schärfe vorhanden. Die Verkostungsproben waren natürlich alle auf 35vol% verdünnt. Ich muss aber sagen dass ich früher nie so detailliert verkostet hatte wie diesmal.
Falls es dich interessiert kann ich die Gläschen %% in der Tabelle nachtragen.
Ich dachte, die Alkoholstärke war schon unter 35vol% und damit wäre ein Vergleich bei 35vol% nicht mehr möglich. Zumindest für 12-14 deutest du das ja an:
azeotrop hat geschrieben:Bei 12 bis 14 schmeckt man das nicht mehr weil es fast nur noch Wasser ist.
Wie auch immer, eine logische Erklärung wäre, daß du beim vorigen Brand die Säuren, die spät ins Destillat gehen, schon abgetrennt hast. Und da du bei deinem jetzigen dritten Brand ja eine ähnliche Anfangsalkoholstärke hast wie bei dem davor, kommt da eben jetzt nur noch Wasser. Daß du mich nicht falsch verstehst: Mich überzeugt diese Erklärung überhaupt nicht. Denn die Säurenkonzentration wird ja beim dritten Brand allgemein viel niedriger gewesen sein als beim zweiten. Ich denke, es ist eine Mischung aus deinem seltamen Gesamtablauf und irgendwelchen Sachen, die wir nicht wissen, die zu deinen Ergebnissen führen.

Fü dich das wichtigste ist, daß du nun dann endlich Sticks aus frischer Weißeiche im "richtigen Substrat" am Arbeiten hast. Das gibt dann für Malt Whisky und auch für Rum neue Möglichkeiten.
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von Alchemist »

azeotrop hat geschrieben: 15. Mär 2023, 18:37
Alchemist hat geschrieben: 15. Mär 2023, 16:01 Wohin der restliche Ethanol verschwunden ist, würd mich interessieren.
Das glaube ich gerne. Die Destille ist dicht. Ich habe sie nach dem Brand noch vor dem Öffnen mit Überdruck geprüft.
Ein kleiner Teil Alkohol könnte noch in der Packung aus Edelstahlschrubbern und an der gesamten Oberfläche der Destillenbauteile hängen.
Alchemist hat geschrieben: 15. Mär 2023, 16:01 Ist das schonmal vorgekommen?
Sowas kommt ständig vor. Es macht sich nur selten jemand die Arbeit alles so detailliert zu bilanzieren.
Du kannst ja mal damit anfangen das zu tun.
Ich will das hier gar nicht mehr tiefer ausführen, driftet sonst zu weit vom eigentlich Thema ab. Aber ich würd das schon gerne selbst einmal überprüfen, was da bei mir rauskommt. Halte euch da jedenfalls am laufenden. Aber was man mit der Information dann eigentlich macht, weiß ich selbst nicht.
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von derwo »

Ich habe mal ein paar genau durchgemessene Destillationen gemacht. Hier beschrieben:
viewtopic.php?t=758
Bei einer der Messreihen habe ich gut 1% des Kesselinhalts verloren. Also aus ca 5.1kg Kesselinhalt habe ich am Ende ca 55g zu wenig Destillat + Schlempe gehabt.
Bei den anderen Messreihen war der Verlust vernachlässigbar.
Ich glaube aber eigentlich nicht, daß meine Messungen oder meine Dichtungen besser sind als die von azeotrop. Das ist alles etwas seltsam, finde ich.
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von azeotrop »

In den nächsten Tagen werde ich ein paar Stücke Weißeiche toasten und charren. Dann wird der Bourbon seine Ruhe haben und auf Holz reifen.

Ich werde bei meinem nächsten Bourbon einiges anders machen.
Die Maische werde ich dünner machen und ungefähr 9% anpeilen. Lieber brenne ich einen Kessel Rauhbrand mehr.
Das Rezept bleibt gleich, aber es wird mehr Wasser verwendet.
Ich werde von vorne herein einen Dreifachbrand einplanen. Also den zweiten Brand sehr lange machen um beim dritten Brand nicht mit sehr hohen %% im Kessel starten zu müssen (oder verdünnen zu müssen).
Das Abpressen der Maische vor dem Rauhbrand werde ich mit einem Teil der Maische trotzdem nochmal testen, auch wenn ich mir nicht viel davon verspreche.
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von azeotrop »

Der Bourbon ist nun seit März auf getoasteten und angekohlten Holzsticks gelegen. Nun wird es Zeit mal zu sehen wie er sich entwickelt hat.
Ich habe einen Teil mit (damals) 61% entnommen und rechnerisch auf 43% verdünnt. Gemessen habe ich nicht.
Ich finde er schmeckt schon sehr gut für einen ersten Bourbon. Definitv besser als der Sugarhead fake-Bourbon den ich vorher mal gemacht hatte. Da ich kein Feinschmecker bin, kann ich ihn nicht mit käuflichen Produkten vergleichen. Ich kann solche Unterschiede nicht quantifizieren oder beschreiben.
Mir schmeckt der Bourbon bereits, und der andere Teil darf weiter reifen und wird sicher nicht schlechter werden als er jetzt schmeckt.
Was will ich mehr.
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von derwo »

Ein Jahr braucht es normalerweise schon. Vorher hat man meist noch deutlich nicht alles erreicht. Danach geht es nur sehr langsam vorwärts.
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von azeotrop »

Der überwiegende Teil darf ja weiter reifen. Ich war halt neugierig.
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von Alchemist »

Ich hab ein paar allgemeine Fragen.
Welche Menge hast du letztendlich erhalten?
Ich hab mir den Faden hier (nicht ganz genau) durchgelesen, du hattest zwischen Zweifach- und Dreifach-Brennen hin und her überlegt. Wie bist du nun vorgegangen?
Wie hast du die Menge an Holz entschieden?
Wirst du nach den 12 Monaten einen Teil abziehen (also Holz weg) und den Rest weiterhin auf Holz ruhen lassen?
Lagerst du den Bourbon einfach im Keller?
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Re: Azeotrops Bourbon Versuch 2023

Beitrag von azeotrop »

Alchemist hat geschrieben: 17. Dez 2023, 15:51 Welche Menge hast du letztendlich erhalten?
4,6 Liter mit 61%
Alchemist hat geschrieben: 17. Dez 2023, 15:51 Ich hab mir den Faden hier (nicht ganz genau) durchgelesen, du hattest zwischen Zweifach- und Dreifach-Brennen hin und her überlegt. Wie bist du nun vorgegangen?
Dreifachbrand
Alchemist hat geschrieben: 17. Dez 2023, 15:51 Wie hast du die Menge an Holz entschieden?
Ich versuche grob pro Liter mit 115cm^2 Oberfläche und 75 cm^3 Volumen hinzukommen.
Toast im Backofen 250 °C 20 min
Charr mit Lötbrenner Flamme eine Stirnseite + die bereits verkohlte Seite der Fassdaube bis zur Flammenbildung, dann ausgeblasen und mit Wasser gespült.
Dann abdampfen lassen bis trocken.
Alchemist hat geschrieben: 17. Dez 2023, 15:51 Wirst du nach den 12 Monaten einen Teil abziehen (also Holz weg) und den Rest weiterhin auf Holz ruhen lassen?
Ich lasse das Holz im Behälter bis alles getrunken ist. Das wird sicher nicht länger als 2 Jahre dauern.
Alchemist hat geschrieben: 17. Dez 2023, 15:51 Lagerst du den Bourbon einfach im Keller?
Ohne Schnickschnack im Keller im luftdicht verschlossenen Weithalsglas. Drei oder viermal habe ich den Deckel mal über Nacht geöffnet.
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